Salzburg gleicht aus: Red Bulls stellen mit knappem Sieg beim VSV in Finalserie auf 2:2

3:4 verloren - Villacher verspielen Vorentscheidung Norweger Thoresen dreht die Partie im Schlussdrittel

Die Red Bulls Salzburg haben im hochklassigen Finalspiel vier einen 4:3-Auswärtserfolg über den Villacher SV gefeiert und in der "best of seven"-Serie um die Eishockey-Meisterschaft auf 2:2 gestellt. Ein Doppelpack des norwegischen Stürmers Patrick Thoresen brachte im Schlussdrittel die Entscheidung zu Gunsten der Salzburger, die damit einen 0:2-Rückstand in der Serie egalisierten. Spiel fünf geht am Donnerstag (19:15 Uhr/LIVE auf networld.at!) in Salzburg in Szene.

Das Eröffnungsdrittel bescherte den 5.000 Zuschauern in der ausverkauften Villacher Stadthalle alles, was Eishockey zu bieten hat. Hohes Tempo, harte Zweikämpfe und vier Tore. Während den Finalisten in den ersten drei Partien der Serie kein Powerplay-Treffer gelungen war, fielen in den ersten 20 Minuten nicht weniger als drei Tore in Überzahl-Situationen.

Nachdem Stewart in einer Fünf-gegen-drei-Phase der Villacher nur die Stange getroffen hatte, nützten die Red Bulls ein Powerplay zur 1:0-Führung durch Frank Banham (13.). Der kanadische Stürmer bezwang mit einem Schlagschuss VSV-Goalie Gert Prohaska, dem die Sicht von mehreren Spielern verstellt war.

Schnitzer von Prohaska
Alles andere als gut sah Prohaska beim 0:2 von Martin Pewal (14.) aus. Nur 69 Sekunden nach dem ersten Gegentor ließ der Torhüter der Hausherren einen harmlosen Backhand-Schuss des Salzburg-Stürmers aus spitzem Winkel passieren.

Eine Fünf-gegen-drei-Situation über knapp drei Minuten nutzten die Kärntner dann, um ins Spiel zurückzukommen. Mit einem Doppelschlag binnen 31 Sekunden stellten Dany Bousquet (17./nach Idealpass von Roy) und Günther Lanzinger (18./Gewaltschuss von der blauen Linie) auf 2:2.

Villacher kaltblütig im Powerplay
Unter anderem war während der Aufholjagd der Villacher Salzburg-Verteidiger Martin Ulrich auf der Strafbank gesessen, weil er das Tor absichtlich verschoben hatte, um einen Treffer von Brown zu verhindern. Der Puck hatte im Rahmen dieser Aktion zwar die Linie überquert, Schiedsrichter Schimm versagte dem Treffer aber die Geltung.

Im Mittelabschnitt hatten zwar die Gäste mehr vom Spiel, für Zählbares sorgten aber nur die Villacher "Adler". VSV-Verteidiger Darrel Scoville (34.) traf zu seinem ersten Tor in der Finalserie und zur ersten Führung seiner Mannschaft an diesem Abend.

Doppelpack von Thoresen
Nach wenigen Minuten im Schlussdrittel war es dann VSV-Schlussmann Prohaska, der den "Bullen" mit einer missglückten Abwehr, seinem zweiten schweren Fehler des Abends, den Ausgleich ermöglichte. Der norwegische Teamstürmer Patrick Thoresen (44.) nahm das Geschenk dankend an und traf zum 3:3. Thoresen war es auch, der in der 53. Minute zum Matchwinner wurde, als er nach einem Schuss von Banham zum 4:3 abstaubte.

Final-Serie:
EC Pasut Villacher SV - EC Red Bulls Salzburg 3:4 (2:2,1:0,0:2)
Villacher Stadthalle, 5.000 (ausverkauft), SR Schimm

Tore: Bousquet (17./PP), Lanzinger (18./PP), Scoville (34.) bzw.
Banham (13./PP), Martin Pewal (14.), Thoresen (44., 53.)

Strafminuten: 18 bzw. 22

Bisherige Finalergebnisse:
3:2 (in Salzburg), 4:1 (in Villach), 0:3 (in Salzburg)

Stand in "best of seven"-Serie: 2:2

Nächstes Spiel am Donnerstag (19:15 Uhr/LIVE auf networld.at!) in Salzburg.

Spiel 6 am Sonntag (18:00 Uhr): VSV - Salzburg

Falls nötig:
Spiel 7 am Dienstag, 4. April (19:15 Uhr): Salzburg - VSV

(apa/red)