Salzburg daheim gegen Kärnten nur Remis:
Nach drei Spielen ohne Sieg nur auf Platz 6

Topscorer Zickler gleicht Eigentor von Vargas aus Meister nach schwacher Leistung mit Pfiffen bedacht

Salzburg daheim gegen Kärnten nur Remis:
Nach drei Spielen ohne Sieg nur auf Platz 6

Meister Red Bull Salzburg ist in der 20. Runde der T-Mobile Fußball-Bundesliga nicht über ein 1:1-Heimremis gegen den Tabellen-Vorletzten SK Austria Kärnten hinausgekommen. Die Salzburger warten damit schon drei Spiele auf einen vollen Erfolg. Der Chilene Jorge Vargas hatte den Titelverteidiger mit einem Eigentor in der zehnten Minute in Rückstand gebracht, ehe Topscorer Alexander Zickler noch in der abwechslungsreichen ersten Hälfte der Ausgleich gelang (30.).

Die Kärntner hatten als eines der wenigen Auswärtsteams auf dem Salzburger Kunstrasen ihr Heil in der Offensive gesucht und waren prompt dafür belohnt worden. Einen Stanglpass von Patrick Wolf bugsierte Vargas ins eigene Netz. Der Chilene hatte vor dem hinter ihm lauernden Kollmann klären wollen. Nach einem weiteren Vargas-Fehler hatte Fidjeu-Tazemeta das 2:0 für die Gäste auf dem Fuß, Salzburg-Keeper Ochs parierte aber glänzend gegen den enteilten Kärnten-Stürmer (20.).

Janko von Beginn an
Die Salzburger, bei denen der genesene Marc Janko erstmals seit dem 24. Februar 2007 (2:1 gegen den GAK) von Beginn an neben Kapitän Zickler stürmte, waren vor der Pause neben hohen Bällen hauptsächlich durch Carboni-Fernschüsse gefährlich. Der Argentinier versuchte sich in der 2., 21. und 25. Minute erfolglos. Die erste größere Ausgleichschance hatte Jezek vergeben. Der Schuss des Tschechen landete aber im Außennetz (12.).

In der 30. Minute war es dann allerdings soweit, als Zickler einen Stellungsfehler in der Kärntner Hintermannschaft nutzte und eine weite Flanke des Japaners Alex, der den Club im Winter verlassen wird, per Flugkopfball abschloss - das neunte Saisontor des Deutschen, der damit weiterhin an der Spitze der Schützenliste liegt. Nach dem Ausgleich übernahmen die Salzburger endgültig das Kommando, kamen vorerst aber zu keinen zwingenden Chancen. Ein Kovac-Kopfball strich klar übers Tor (43.).

In Halbzeit zwei offensiver
Nach der Pause überraschte Salzburg-Startrainer Giovanni Trapattoni mit einer offensiven Variante. Für den verletzten Alex (Muskelzerrung im Oberschenkel) kam Leitgeb, Jezek rückte erstmals in die Rolle als linker Außenverteidiger zurück. Salzburg dominierte in weiterer Folge zwar das Spiel, versuchte noch mehr über die Flügel, agierte nach vorne aber etwas zu planlos. In einer insgesamt schwachen zweiten Hälfte fehlte mehrfach der entscheidende Pass.

In der Nachspielzeit verfehlte ein Sekagya-Kopfball sein Ziel (91.), eine Minute später verfehlte Zickler einen Ball am Fünfmeterraum nur knapp. Damit gaben die Bullen in dieser Saison erst zum zweiten Mal nach dem 0:1 gegen Tabellenführer Austria Wien zu Hause Punkte ab. Salzburg ist in der Tabelle nur noch Sechster, Kärnten Vorletzter. Die seit fünf Spielen sieglosen Kärntner liegen aber nur noch zwei Punkte vor Schlusslicht FC Wacker Innsbruck.

Evakuierung nach Spielende
Nach Spielende mussten die 12.000 Zuschauer, die das Team zum Teil mit Pfiffen bedachten, das Stadion im Rahmen einer Evakuierungs-Übung binnen drei Minuten verlassen. Ziel der bisher größten Übung dieser Art in Österreich war unter anderem die Überprüfung der Zusammenarbeit von Polizeikräften und Ordnerdienst. Diese soll den Besuchern im EM-Stadion Wals-Siezenheim auch im Hinblick auf die EURO 2008 die nötige Sicherheit geben. Der nächste Probelauf geht am 10. April 2008 über die Bühne.

Red Bull Salzburg - SK Austria Kelag Kärnten 1:1 (1:1)
EM-Stadion Wals-Siezenheim, 12.000 Zuschauer, SR Schörgenhofer

Torfolge:
0:1 (10.) Vargas (Eigentor)
1:1 (30.) Zickler

Salzburg: Ochs - Bodnar, Vargas, Sekagya, Alex (46. Leitgeb) - Ilic (61. Aufhauser), Carboni, Kovac, Jezek - Janko (73. Lokvenc), Zickler

Kärnten: Schranz - Plassnegger, Weber, Chaile, Ortlechner - Wolf (73. Zakany), Ledwon, Junuzovic, Bubenik - Kollmann (91. Mössner),
Fidjeu-Tazemeta (76. Kabat)

Gelbe Karten: Kovac, Carboni, Lokvenc bzw. Weber, Ledwon,
Fidjeu-Tazemeta, Plassnegger

(apa/red)

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