Salzburg prügelt: Festspiele der Gewalt

Salzburg prügelt: Festspiele der Gewalt

Gewaltexzesse in der Mozartstadt werfen einen dunklen Schatten über die Festspiele. Ort der Gewalt: ein 150 Meter langer Straßenabschnitt – der Rudolfskai.

"Ich stech dich ab!“ Sekunden später bohrt sich die Klinge in die Hüfte des 17-jährigen Andreas (Name von der Redaktion geändert). Durchsticht einen Lappen der Leber, stößt noch tiefer. Bis hin zur Niere. Dort trifft sie die Stelle, wo die Gefäße gebündelt in das Organ münden. Andreas hat akute innere Blutungen und bricht schwer verletzt zusammen. Tatort ist der Salzburger Rudolfskai, Ausgangspunkt der Messerstecherei die dortige Lokalmeile.

Drei Liter Blut im Bauchraum. Dem Messerstich ging kein Wortgefecht voran, Andreas schlenderte mit seinen Freunden den Kai entlang, als er merkte, dass ihnen eine andere Gruppe Jugendlicher folgte. Der schmächtige Bursch drehte sich um – und das war fast sein Todesurteil. „Ich stech dich ab!“, das war die Reaktion des anderen, als er in Andreas’ Augen sah.

„Er hielt sich den Bauch und sagte: ‚Es tut so weh‘“, er-innert sich Andreas Hartmann, Oberarzt der Landes-klinik für Unfallchirurgie am Landeskrankenhaus Salzburg, an die Nacht vom 1. Juli dieses Jahres, als er den 17-Jährigen das erste Mal sah. Nach einem Röntgen und einer Ultraschalluntersuchung war klar: Es geht um Minuten. Drei Liter Blut hatte Andreas schon im Bauchraum – das ist die Hälfte der gesamten Blutmenge des menschlichen Körpers. Zehn Minuten nach den ersten Untersuchungen lag der 17-Jährige am Operationstisch. Hartmann: „Ich bin nicht einmal mehr dazugekommen, mich umzuziehen – ich habe in meinem ,normalen‘ Gewand operiert. Zum Umziehen hat einfach nicht mehr die Zeit gereicht.“ Nach der zweistündigen Operation wurde Andreas auf die Intensivstation verlegt. Und hatte Glück: Er überlebte.

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