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Fernwärme wieder intakt

10.000 Salzburger stundenlang ohne Heizung - Ursache war Schaden bei Schwerölkessel

Salzburg - Fernwärme wieder intakt © Bild: APA/DPA/Gentsch

Eine böse Überraschung erlebten rund 10.000 Salzburger Fernwärmekunden in der bisher kältesten Nacht des Jahres: Ihre Heizkörper blieben bis am Nachmittag kalt, weil es im Heizkraftwerk Mitte um 2.40 Uhr zu einem Totalausfall gekommen war. Rund elf Stunden später konnte die Salzburg AG Entwarnung geben. Um 14.00 Uhr wurde die Fernwärmeversorgung wieder vollständig aufgenommen.

Der Ausfall war durch einen materialbedingten Schaden am Lager des Hauptgebläses beim Schwerölkessel verursacht worden. In der Folge hatte sich auch die Gasturbine im HKW Mitte abgeschaltet. Diese rasch wieder zu starten, war wegen der tiefen Temperaturen nicht möglich. Es hatte Vereisungen gegeben, teilte das Unternehmen mit. Gegen Mittag konnten diese Vereisungen beseitigt und die Turbine wieder gestartet werden. Gleichzeitig arbeiten die Techniker des Unternehmens intensiv daran, den Defekt beim Schwerölkessel zu beheben.

Betroffen vom Ausfall waren etwa 40 Prozent der rund 30.000 Fernwärmekunden in der Stadt Salzburg. In den an das Netz angeschlossenen Häusern und Wohnungen im südlichen Bereich der Alpenstraße, im Nonntal, in Parsch und Aigen kühlten die Heizungen aus, und es gab kein Warmwasser.

Die Betroffenen behalfen sich bei frostigen Außentemperaturen mit warmer Kleidung und Zusatzheizgeräten. In den Salzburger Landeskliniken und im Salzburger Unfallkrankenhaus wurde auf eine Notversorgung mit Wärme umgestellt. "Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die aufgrund der unerwarteten Störung aufgetreten sind", sagte Salzburg AG-Sprecher Sigi Kämmerer.