Salzburg kann doch noch gewinnen: Bullen siegen gegen Aufsteiger LASK zu Hause 2:1

Doppelpack von Zickler bringt Meister drei Punkte Gäste aus Linz verschlafen die erste Halbzeit völlig

Ein Doppelpack von Alex Zickler hat Meister Red Bull Salzburg in der 4. Runde der T-Mobile-Bundesliga wieder in die Erfolgsspur zurück gebracht. Der Torschützenkönig traf nach 225 trefferlosen Minuten beim 2:1-Heimerfolg gegen den LASK gleich zweimal (11., 26.).

Der Pflichtsieg war jedoch nach eklatanter anfänglicher Überlegenheit nach der Pause in Gefahr, denn nach dem Anschlusstreffer durch Vastic per Foul-Elfmeter (47.) wurde den Linzern nach Hands von Salzburg-Verteidiger Alex ein weiterer Strafstoß vorenthalten (55.).

Stargast unter den 14.500 Zuschauern war drei Tage nach dem 1:0-Prestigeerfolg der Salzburger im Testspiel gegen Arsenal Real-Madrid-Trainer Bernd Schuster, der im Rahmen des Trainingslagers der Spanier in Irdning einen Abstecher nach Salzburg machte. Unfreiwillig auf der Tribüne befand sich hingegen ÖFB-Teamspieler Aufhauser, der diesmal nicht einmal im Kader stand.

Leitgeb hält bei Salzburg Fahne hoch
Giovanni Trapattoni ließ den Meister bis zur Einwechslung von Leitgeb (55.) gänzlich ohne rot-weiß-rote Beteiligung spielen, der LASK hatte hingegen gleich neun Österreicher in der Startformation, u.a. den 18-jährigen U19-EM-Spieler Margreitter.

Der Erfolg gab aber rasch den Hausherren Recht. Nach Lochpass von Ilic beendete Zickler in der 11. Minute souverän seine torlose Zeit, der Deutsche hatte seit seinem Doppelpack im Auftaktmatch gegen Altach nicht mehr getroffen.

Auch diesmal wurde es sehr rasch ein Doppelschlag für den Deutschen, denn Zickler verwertete auch seine zweite Torchance. Nach Steinhöfer-Flanke schraubte sich das "Kopfball-Ungeheuer" in die Luft, setzte sich dort gegen Baur und Hoheneder durch und stellte auf 2:0 (26.).

Damit war das Spiel nach nicht einmal einer halben Stunde scheinbar entschieden, denn der Aufsteiger präsentierte sich ängstlich, harmlos und überfordert. Das Ballbesitz-Verhältnis von 67:37 Prozent vor der Pause für Salzburg war deutliches Indiz der klaren Verhältnisse.

Es schien so, als könnte sich Salzburg gemütlich fürs Zweitrunden-Hinspiel der Champions-League-Qualifikation am Mittwoch in Lettland gegen Ventspils schonen. Wie aus dem Nichts kam der LASK aber zum Anschlusstreffer. Unmittelbar nach Wiederbeginn legte Sekagya im Salzburg-Strafraum Mayrleb, den fälligen Elfer verwertete Vastic souverän ins linke Eck (47.).

Vastic-Treffer lässt Salzburg zittern
Für Vastic war es nach zwei Saisonen in der Red-Zac-Liga der erste Oberhaus-Treffer seit 11. Mai 2005, damals hatte er beim 4:0 der Austria im "Geisterspiel" gegen Pasching ebenfalls per Elfer getroffen.

Plötzlich war der Pflichtsieg ordentlich in Gefahr. Denn nur neun Minuten später hätte Schiri Meßner neuerlich auf Elfer für die Linzer entscheiden müssen. Sekagya legte per Kopf ungewollt für Hota auf, dessen Schuss vom 16er lenkte Verteidiger Alex mit der Hand neben das Tor (55.), doch Meßner ließ weiterspielen.

Salzburg versuchte danach wieder erfolgreich Herr der Lage zu werden. Cavlina bändigte aber einen Carboni-Schuss im Nachfassen (65.), ein schöner Leitgeb-Freistoß schrammte knapp über die Latte (78.) und Pitak scheiterte nach Leitgeb-Vorlage an Cavlina (83.). Auf der Gegenseite musste Ochs bei einem Weitschuss von Saurer retten (89.).

Nach zwei Liga-Spielen ohne Sieg (0:1 gegen Kärnten und 2:2 gegen Austria) brachte Salzburg aber wieder drei Punkte ins Trockene. Die bittere Pille kurz vor Schluss war die Auswechslung von Zickler, der Matchwinner musste nach einem Zweikampf mit Vastic angeschlagen vom Feld (87.).

Red Bull Salzburg - LASK 2:1 (2:0)
Salzburg, EM-Stadion Wals-Siezenheim, 14.500, SR Meßner

Tore:
1:0 (11.) Zickler
2:0 (26.) Zickler
2:1 (47.) Vastic (Foul-Elfmeter)

Salzburg: Ochs - Steinhöfer, Vargas, Sekagya, Alex - Vonlanthen, Carboni, Kovac, Jezek (60. Pitak) - Ilic (55. Leitgeb) - Zickler (87. Lokvenc)

LASK: Cavlina - Margreitter, Baur, Hoheneder, Klapf - Klein (78. Saurer), Hota (85. Mijatovic), Panis, Dollinger - Vastic, Mayrleb (72. Adi)

Gelbe Karten: Pitak bzw. Dollinger, Margreitter

(apa/red)