Salzburg trotz 0:1-Blamage im UEFA-Cup: 4:1-Auswärtssieg genügt für Weiterkommen

Hausherren zeigten eine indiskutable Leistung Siegestreffer erzielte Jasaitis in der 78. Minute

Salzburg trotz 0:1-Blamage im UEFA-Cup: 4:1-Auswärtssieg genügt für Weiterkommen © Bild: AP/Joensson

Red Bull Salzburg ist wie erwartet, jedoch mit einer über weite Strecken indiskutablen Leistung in die erste Hauptrunde des UEFA-Cups eingezogen. Die Mozartstädter mussten sich nach einem 4:1 im Hinspiel gegen den litauischen Vertreter Suduva Marijampole sogar mit 0:1 (0:0) vor heimischen Publikum geschlagen geben. Red Bull Salzburg ließ gegen die sehr defensiven Gäste jede fußballerische Qualität vermissen und kassierte durch einen abgefälschten Freistoß im achten Europacupspiel die erste Heimniederlage.

Trainer Co Adriaanse hatte attraktiven Fußball versprochen, seine Elf zeigte aber Fußball zum Abgewöhnen. Das geplante Schaulaufen der Salzburger in die erste Hauptrunde wollten sich nur 5.500 Zuseher in Wals-Siezenheim ansehen, was Minus-Rekord bei einem Pflichtspiel in der Red-Bull-Ära bedeutete. Scheinbar davon beeindruckt gelang es auch der Adriaanse-Elf nicht, zumindest am Feld für Stimmung zu sorgen. Keine zwingende Torchance in 93 Minuten war das Resultat von zu vielen Ballfehlern und zu wenig Bewegung ohne Ball.

Salzburg fand keine spielerischen Mittel
Der Vizemeister, erstmals mit einem 4-1-4-1-System, schnürte die Litauer zwar meist in deren Hälfte ein, spätestens an der Strafraumgrenze war für Tchoyi und Co. aber Endstation. Die Bullen fanden gegen die elfköpfige Verteidigungsmauer der Gäste keine spielerischen Mittel. Ein ungefährlicher Schupfer in der 2. Minute von Johan Vonlanthen war bereits eine der wenigen Halb-Chancen. Ein Leitgeb-Freistoß (5.) verfehlte ebenso deutlich sein Ziel wie ein Weitschuss von Laszlo Bodnar (7.).

Wenig später bediente Patrik Jezek mit einer Flanke Somen Tchoyi, bei dessen Volleyschuss aber Gäste-Goalie Vithauskas weiterhin unbeschäftigt blieb. So verbuchten gar die Gäste aus Litauen in der 13. Minute die beste Chance in Hälfte eins. Barevicius ließ Anis Boussaidi auf der linken Seite stehen. Seinen Querpass versuchte der unsichere Rene Aufhauser vor Lukjanovs zu entschärfen. Ochs konnte den abgefälschten Ball nur mit einer Fußabwehr klären.

Abwehrchef Sekagya (25.) und Luis Ngwat-Mahop (45.) versuchten es auf der Gegenseite mit Weitschüssen, allerdings weiterhin ohne Erfolg. Wer erwartet hatte, dass die Mannschaft nach der Pause das von Co Adriaanse angekündigte Offensivfeuerwerk zünden würde, wurde eines Besseren belehrt. Nachdem Robin Nelisse in der 48. und 63. Minute und der eingewechselte Vladimir Janocko (68.) bei Ansätzen von Torversuchen weiterhin ihre Ungefährlichkeit unter Beweis stellten, wurden die Salzburger für ihre teils inferiore Leistung in Minute 78 bestraft.

Einzige chance - Treffer
Mit der einzigen Chance für die Litauer erzielte Jasaitis aus einem Freistoß das 1:0 für Suduva. Salzburg-Schlussmann Timo Ochs war bei dem durch die Mauer abgefälschten Schuss ohne Chance. Ein Sekagya-Seitfallzieher, der knapp über das Kreuzeck strich, beendete in der 93. Minute das großteils niveaulose Spiel.

Red Bull Salzburg - FK Suduva Marijampole (LTU) 0:1 (0:0) Stadion Wals-Siezenheim, 5.500 Zuschauer, SR Veaceslav Banari (Moldawien)

Tor: 0:1 (78.) Jasaitis

Salzburg: Ochs - Boussaidi, Sekagya, Aufhauser, Bodnar (28. Gercaliu) - Leitgeb - Vonlanthen (76. Öbster), Ngwat-Mahop (66. Janocko), Tchoyi, Jezek - Nelisse

Suduva: Vitkauskas - Leimonas, Thiago (65. Skinderis), Mikuckis, V. Slavickas - Bozhinovski, Jasaitis - Kozjuberda, Gardzijauskas (58. Radavicius), Barevicius (70. Luksys) - Lukjanovs

Gelbe Karten: Bodnar, Ochs bzw. Thiago, Luksys

(apa/red)