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Salvini beklagt zunehmende Migrantenankünfte aus Türkei

1.200 Landungen in Italien seit Jahresbeginn

Der italienische Innenminister Matteo Salvini beklagt zunehmende Migrantenankünfte aus der Türkei.

Seit Jahresende seien 1.200 Migranten auf dem Seeweg aus der Türkei in Italien eingetroffen, betonte Salvini.

"Um die Einwanderung zu kontrollieren, schenkt die EU und daher auch Italien der Türkei sechs Milliarden Euro. Etwas funktioniert nicht. Jemand tut nicht, was er sollte", kommentierte Salvini am Montag auf Facebook, mit Verweis auf den EU-Türkei-Flüchtlingsdeal von 2016. Dieses sieht vor, dass die EU alle Migranten zurückschicken kann, die illegal über die Türkei nach Griechenland kommen und kein Asyl erhalten. Für jeden zurückgeschickten syrischen Flüchtling darf ein anderer Syrer aus der Türkei legal und direkt in die EU einreisen.

Salvini erklärte, er wolle sich dafür einsetzen, die Kosten für die Versorgung von rund 170.000 Asylbewerbern in Italien zu reduzieren. Dies sei eines seiner Hauptanliegen.

Am Montag traf eine Gruppe von 47 Migranten im süditalienischen Gallipoli ein. Dabei dürfte es sich um Migranten pakistanischer Herkunft handeln, die am Strand von Punta Pizzo in der Region Apulien gelandet waren. Ermittelt wird nach Schleppern.

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