Saisonauftakt für DTM und GP2 mit zwei Österreichern: Lauda und Zuber mit dabei!

Motorsport-Serien starten kommendes Wochenende

Mit dem Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) in Hockenheim und der GP2-Serie in Valencia absolvieren am kommenden Wochenende zwei prominente Motorsport-Serien ihren Saisonauftakt 2006. Mit dabei sind auch Österreicher. Mathias Lauda (25) startet im DTM für AMG Mercedes, Andreas Zuber (22) in der GP2 für das italienische Trident-Team.

Im DTM, in dem nach dem Opel-Ausstieg mit Mercedes und Audi nur noch zwei Marken vertreten sind, gilt der zweifache Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen (37/Mercedes) aus Finnland als Titelfavorit, nachdem Markenkollege und Titelverteidiger Gary Paffett (GBR) zum McLaren-Mercedes-Testfahrer aufgestiegen ist. Härteste Konkurrenten sind wohl die beiden Audi-Piloten, Vizemeister Mathias Ekström (SWE) und Tom Kristensen (DEN). Große Hoffnungen hegen auch Asse wie die beiden ehemaligen Formel-1-Piloten Heinz-Harald Frentzen (GER/Audi) und Jean Alesi (FRA/Mercedes) .

Insgesamt 20 Fahrer aus zwölf Ländern nehmen die elf Rennen in sechs Ländern in Angriff, darunter mit Vanina Ickx (Audi), Tochter der belgischen Formel-1-Legende Jacky Ickx, und der Schottin Susie Stoddart (Mercedes) auch zwei Frauen. Auch auf Lauda jr. (25) kommt beim ersten Auftritt in einem hochwertigen Tourenwagen ein "Lernjahr" zu.

Der in Barcelona lebende Sohn von F1-Weltmeister Niki Lauda, der bisher praktisch nur in Formel-Autos unterwegs war (zuletzt GP2 und A1-Serie), hat sich den Platz im AMG-Team dank starker Leistungen bei Tests erkämpft. Der Salzburger steuert wie die beiden Damen freilich ein "altes" Modell.

Im DTM-Rahmenprogramm fahren wie immer zahlreiche Serien. Darunter die Formel-3-Euroserie, die derzeit ohne Österreicher aber dafür mit dem deutschen Supertalent Sebastian Vettel in Szene geht. In der Formel BMW starten mit Martin Ragginger (18) und Philipp Eng (16) zwei Salzburger aus dem Red-Bull-Juniorteam.

Mit der GP2 (bis auf Monte Carlo jeweils zwei Rennen pro Wochenende) beginnt am Wochenende in Spanien auch die Vorstufe der Formel 1. Diese Serie hat sich im Vorjahr durch spannende Rennen sehr gut etabliert und ist 2006 noch schneller geworden, weil bereits auf profillosen Reifen gefahren wird. Mit Meister Nico Rosberg, Heikki Kovalainen, Scott Speed, Neel Jani und Giorgio Mondini sind gleich fünf Vorjahres-Piloten in die Formel 1 aufgestiegen.

Die 650 PS starken Autos (Dallara-Chassis, Mecachrome-Motoren) sind nur noch um wenige Sekunden langsamer als die Formel 1 und weiterhin fast identisch, was Spannung garantiert und ein Dutzend Fahrer zu Sieganwärtern macht. Die Favoriten fahren mit dem dunkelhäutigen Briten Lewis Hamilton und A1-Weltmeister Alexandre Premat (FRA) im ART-GP-Team. Mit dabei ist weiter auch der Brasilianer Nelson Piquet jr..

Der Österreicher Andreas Zuber (22) gibt hingegen sein GP2-Debüt. Der in Dubai lebende Steirer aus Judenburg fährt im Trident-Team und hat mit dem früheren Minardi-Fahrer Gianmaria Bruni einen ehemaligen F1-Piloten zum Teamkollegen. Prominente Team-Mitbesitzer sind Milan-Kicker Clarence Seedorf und Italiens Pop-Superstar Eros Ramazzotti. Einen Testunfall in Barcelona mit 300 km/h überstand Zuber unversehrt. Sein Ziel ist, am Ende bester deutschsprachiger Pilot zu sein. (apa)