s Versicherung verbucht weniger Prämien: Weniger Einmalerläge auf Österreichs Markt

Rückgang bei einmaligen Zahlungen um 18,7 Prozent Bei laufenden Prämien aber Plus von über 6 Prozent

s Versicherung verbucht weniger Prämien: Weniger Einmalerläge auf Österreichs Markt © Bild: s-Versicherung

Die vor dem Verkauf an die Wiener Städtische stehende bisherige Erste-Bank-Tochter s Versicherung musste im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 im Inland einen Prämienrückgang hinnehmen. Zulegen konnten dagegen die Auslandstöchter.

Die verrechneten Prämien der für das Österreich-Geschäft zuständigen Sparkassen Versicherung AG in der Hauptsparte Leben gingen auf 791,7 Mio. Euro zurück, nach 845 Mio. Euro 2006, geht aus der Bilanz hervor. In der Schaden/Unfallsparte betrugen die verrechneten Prämien 12,3 (11,4) Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) sank im vergangenen Jahr auf 18,97 Mio. Euro, nach 22,5 Mio. Euro 2006.

Rückgänge bei Einmalerlägen
Zurückzuführen sei das Prämienminus auf die Rückgänge bei den Einmalerlägen, die um 18,7 Prozent auf 345,9 Mio. Euro zurückgingen. Bei den Verträgen gegen laufende Prämie habe man dagegen ein Plus von knapp über 6 Prozent auf 445 Mio. Euro erzielen können, sagte Vorstand Erwin Hammerbacher zur APA.

In der fondsgebundenen Lebensversicherung habe es bei der verrechneten Prämie ein Plus von 81,9 Prozent auf 300 Mio. Euro gegeben. Dabei habe man bei Auslagerungen von Abfertigungen reüssieren können. Im Retailbereich lag das Plus bei der fondsgebundenen Lebensversicherung bei 21,5 Prozent.

Gesamtverzinsung bei 4,5 Prozent
Die Zahl der Zukunftsvorsorgeverträge lag Ende 2007 bei rund 150.000. Die Versicherungsleistungen stiegen von 323 auf 458 Mio. Euro, so Vorstand Manfred Rapf. Die Gesamtverzinsung in der Lebensversicherung beträgt bei der s Versicherung derzeit 4,5 Prozent, Änderungen seien derzeit nicht geplant.

Das geringere Ergebnis ist laut s-Versicherung-Vorstand auf die Änderung des strategischen Fokus, weg von Einmalerlägen hin zu laufender Prämie und fondsgebundener Lebensversicherung, und damit auch einer anderen Verteilung des Aufwandes bei den Provisionen zurückzuführen. Man sei nicht im Subprime- und auch nicht im ABS-Segment engagiert. Die Aktionäre - derzeit gehört die Versicherung zu 90 Prozent der Erste Bank und zu 10 Prozent der zur Wiener Städtischen (Vienna Insurance Group/VIG) gehörenden Donau Versicherung - erhalten für 2007 keine Dividende.

Die ausländischen Tochtergesellschaften der s Versicherung in Ungarn, Tschechien, Kroatien und der Slowakei konnten die Prämieneinnahmen um 37 Prozent von 221 auf 303 Mio. Euro steigern, so Rapf. Die Konzernprämieneinnahmen stiegen auf vergleichbarer Basis von 1,081 auf 1,111 Mrd. Euro. Inklusive der rumänischen Versicherungsbeteiligungen der Erste-Bank-Tochter BCR waren es rund 1,3 Mrd. Euro. Das Konzern-EGT wird vom s-Versicherung-Vorstand mit rund 30 Mio. Euro angegeben.

(apa/red)