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Ryanair plant Expansion nach Argentinien

Genaue Zieldestination noch unbekannt

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair nimmt Argentinien ins Visier. Ab 2017 wolle das Unternehmen auch in dem südamerikanischen Land kostengünstige Verbindungen anbieten, sagte Declan Ryan, einer der Gründer von Ryanair, der argentinischen Zeitung "La Nacion". Er hatte zuvor mit Vertretern der neuen Regierung gesprochen.

Der seit Dezember amtierende Präsident Mauricio Macri versucht mit Reformen, die argentinische Wirtschaft anzuschieben. Die hohe Inflation und die Korruption gäben aber nach wie vor Anlass zur Sorge, sagte Ryan.

Die Expansion von Ryanair nach Argentinien könnte laut "La Nacion" durch eine Akquisition erfolgen. Dem Blatt zufolge ist die Gesellschaft Andes Lineas Aereas ein mögliches Übernahmeziel. Ryanair ist in Mexiko und Kolumbien bereits durch Beteiligungen ihrer Holding Irelandia Aviation an anderen Fluggesellschaften präsent. Irelandia Aviation geht nach dem Zeitungsbericht davon aus, dass für den Start des Billigflug-Angebots 50 Mio. Dollar (44,4 Mio. Euro) und eine Einstiegsflotte von fünf Flugzeugen notwendig sind.

Ryan äußerte sich nicht dazu, welche Verbindungen Ryanair in Argentinien bedienen könnte. Mit Erstaunen habe er gelernt, dass Studenten in dem Land oft 20 Stunden in Bussen unterwegs seien. Billigfluggesellschaften könnten mit den Angeboten der Busunternehmen durchaus konkurrieren, sagte er.

Ryanair hat in den vergangenen Jahren den Luftverkehr in Europa umgekrempelt. Mittlerweile ist der Billigflugsektor ein etablierter Teil der Branche. Traditionelle Gesellschaften wie die Lufthansa reagieren darauf und bedienen mit Tochterunternehmen diesen Markt.

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