Ruttenstorfer wurde bestätigt: Aufsichtsrat
steht trotz Insider-Anklage hinter OMV-Chef

Begründung: Keine verbotene Verhaltensweise Verfahren vor Gericht wird erst für 2011 erwartet

Ruttenstorfer wurde bestätigt: Aufsichtsrat
steht trotz Insider-Anklage hinter OMV-Chef © Bild: APA/Schneider

OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer ist vom Aufsichtsrat des börsenotierten Mineralölkonzerns als Generaldirektor des Unternehmens bestätigt worden. Die Entscheidung sei "nach umfassender Diskussion und eingehender Beratung" getroffen worden. Es gebe mehrere Gutachten namhafter Experten, die beim umstrittenen Aktienkauf des OMV-Chefs vom März 2009 keine verbotene Verhaltensweise sehen, teilte die OMV in einer Aussendung nach der turnusgemäßen Sitzung mit.

Der Aufsichtsrat wurde seit dem Bekanntwerden der Ermittlungen auf dem Laufenden gehalten und werde das Verfahren auch weiterhin genau beobachten. "Nach Ansicht des Aufsichtsrates liegt zum aktuellen Zeitpunkt kein Grund für eine Veränderung der Position des Vorstandsvorsitzenden vor", heißt es in der Mitteilung. Schon zuvor hatte Ruttenstorfer breite Unterstützung aus seinem Unternehmen erhalten - vom gesamten übrigen Vorstand und vom Konzernbetriebsrat.

Director's Deal
Anlass für die Insider-Anklage war der Director's Deal Ruttenstorfers eine Woche vor dem überraschenden Ausstieg der OMV beim ungarischen Konkurrenten MOL Ende März 2009. Er kaufte damals um rund 632.000 Euro OMV-Aktien und erklärte in einem "profil"-Interview, dass die OMV den MOL-Anteil auf jeden Fall bis Ende 2009 halten werde.

Nach dem eine Woche später erfolgten Verkauf des MOL-Anteils an den russischen Ölkonzern Surgutneftegaz um 1,4 Mrd. Euro legten die OMV-Aktien um 3,33 Prozent auf 25,10 Euro zu. Das entspricht einem Buchgewinn für Ruttenstorfers OMV-Aktienpaket von mehr als 33.000 Euro an dem einen Tag - allerdings hält der OMV-Chef die Aktien bis heute und auch noch weiterhin. Ruttenstorfer zufolge sind die Aktien ein Teil eines dreijährigen Incentive-Programms (Anm. Bestandteil der Vorstandsvergütung).

Freispruch nach Gerichtsverfahren
Das Insider-Verfahren vor Gericht endete für Ruttenstorfer mit einem Freispruch. Der Staatsanwalt meldete jeodch Berufunf an.

(apa/red)

Kommentare

christian95 melden

So funktioniert Österreich Es ist kein Nachteil wenn Vorstand und Aufsichtsrat politisch im Proporz bestellt werden. (z.B. Ob bei der OMV oder am Flughafen)

strizzi49 melden

Re: So funktioniert Österreich Nur schreibt doe OMV Gewinne und der Flughafen Verluste!

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Re: So funktioniert Österreich Wer einmal oben sitzt kann nicht so leicht vom Thron gehoben werden, außer man zahlt ihm 500 Mille

christian95 melden

Re: So funktioniert Österreich 70% vom Zapfstellenpreis sind Steuern. Mit den restlichen 30% macht die OMV satte Gewinne. Da kann man sich erst vorstellen wieviel Geld Minister Pröll "verwirtschaftet"!

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