Russland und USA im Dienst des Friedens:
Neue Gespräche über atomare Abrüstung

Verzicht auf Raketenschild vereinfacht Verhandlung Umfangreiche Delegationen nach Genf entsandt

Russland und USA im Dienst des Friedens:
Neue Gespräche über atomare Abrüstung © Bild: Reuters/Young

Russland und die USA haben in Genf ihre Gespräche über die atomare Abrüstung wieder aufgenommen. Der Entscheidung der USA, auf die geplante Raketenabwehr in Osteuropa zu verzichten, könnte die Verhandlungen in der russischen Botschaft erleichtern, hieß es.

Die Genfer Beratungen dienen dem Ziel, den sogenannten START-Vertrag über die Verringerung der Strategischen Nuklearwaffen zwischen Russland und den USA zu verlängern. Das Abkommen läuft am 5. Dezember aus, weshalb sich die beiden Länder im April darauf geeinigt hatten, bis Ende des Jahres einen Nachfolgevertrag zu vereinbaren.

Auffallend ist diesmal, dass beide Parteien umfangreichere Delegationen nach Genf entsandt haben und bis in den Oktober hinein beraten wollen. Bisher hatten die Verhandlungen jeweils höchstens vier Tage gedauert. Angeblich ist Russland zu einem größeren Abbau seines nuklearen Arsenals bereit, als Präsident Dmitri Medwedew im Juli an einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama angekündigt hatte.

Damals hatten sich die beiden Staatschefs darauf geeinigt, die Zahl der nuklearen Sprengköpfe von bisher maximal 2200 auf je 1500 bis 1675 zu senken. Inzwischen sei Russland bereit, die Anzahl der Sprengköpfe auf 1300 zu reduzieren.
(apa/red)