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Tupolew-Absturz: Erste Opfer nach Moskau gebracht

Möglichkeit eines Terroranschlages wenig wahrscheinlich - Suche nach Black Box

Russland © Bild: APA/AFP/Stringer

Einen Tag nach dem Absturz einer russischen Militärmaschine vom Typ Tupolew Tu-154 über dem Schwarzen Meer haben Taucher am Montag den Rumpf der Unglücksmaschine gefunden. Wie russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Ministerium für Katastrophenschutz meldeten, befand er sich in 27 Metern Tiefe. Die Ermittlungen zur Ursache des Absturzes dauerten an. Die ersten geborgenen Todesopfer wurden zur Identifizierung nach Moskau geflogen, wie Vizeverteidigungsminister Pawel Popow in Sotschi sagte.

Das Passagierflugzeug vom Typ Tupolew Tu-154 gehörte dem Militär und sollte Mitglieder des Alexandrow-Armeechors nach Syrien fliegen. Kurz nach dem Start in Sotschi war es am Sonntag abgestürzt.

Als Ursache werde technisches Versagen oder ein Pilotenfehler vermutet, sagte Transportminister Maxim Sokolow am Montag russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Die Möglichkeit eines Terroranschlags sei weniger wahrscheinlich. Dem werde daher nicht nachgegangen und die Ermittlungen konzentrierten sich auf technische Mängel oder Pilotenfehler.

Die Blackbox mit den aufgezeichneten Daten und Tonaufnahmen aus dem Cockpit wurde bisher noch nicht gefunden. Die Suche nach Opfern und Trümmerteilen werde ausgeweitet. Derzeit sind daran 3.500 Personen, darunter mehr als 100 Taucher, beteiligt. Zudem sind 39 Schiffe, fünf Hubschrauber und eine Drohne im Einsatz. Des Weiteren suchen Soldaten die Küste am Schwarzen Meer ab.

Vorerst konnten elf Leichen aus dem Meer geborgen worden. In Russland herrschte am Montag landesweite Trauer wegen des Flugzeugabsturzes. Im Land wehten Flaggen auf Halbmast. Trauernde legten Blumen am Flughafen von Sotschi und vor dem Gebäude des Alexandrow-Ensembles in Moskau nieder.

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