Russland von

Putin vereidigt

Amtseid vor 3.000 Gästen. Gewaltsame Auseinandersetzungen rund um den Kreml

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    Rund um die feierliche Amtseinführung des neuen russischen Präsidenten Wladimir Putin kam es zu Protesten in Moskau.

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    Bei Auseinandersetzungen zwischen Polizei gab es zahlreiche Verletzte und Festnahmen.

Wladimir Putin ist im Kreml als neuer Präsident Russlands vereidigt worden. Der 59-Jährige legte heute in Moskau vor 3.000 Gästen den Amtseid auf die Verfassung ab. Putin war bereits von 2000 bis 2008 Präsident. Nach vier Jahren als Regierungschef dauert seine Amtszeit gemäß einer Verfassungsänderung nun sechs statt vier Jahre. Die Zeremonie wurde von Protesten begleitet.

Das bisherige Staatsoberhaupt Dmitri Medwedew soll in einem umstrittenen "Ämtertausch" in das untergeordnete Amt des Regierungschefs wechseln.

Bei neuen Protesten von Kreml-Gegnern hat die Polizei in Moskau am Rande der Amtseinführung Putin rund 120 Menschen festgenommen. In Gewahrsam kam erneut auch der frühere Vize-Regierungschef Boris Nemzow, wie die Polizei nach Angaben der Agentur Interfax mitteilte.

Die Demonstranten wurden laut Polizei wegen Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung vorübergehend festgenommen. Sie sollen den Angaben zufolge im Tagesverlauf wieder freikommen.

Bereits am Sonntagabend war es im Zentrum von Moskau zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der russischen Polizei und Demonstranten gekommen. Es gab mehr als 400 Festnahmen und etwa 80 Verletzte. Auch Nemzow war dabei vorläufig festgenommen worden.