Russland möchte "Gas-Kartell" aufbauen: Kritik an Projekt kommt aus USA und Europa

Preisabsprachen könnten Preise in die Höhe treiben Moskau lädt Energieminister zum Gründungsgipfel ein

Russland möchte "Gas-Kartell" aufbauen: Kritik an Projekt kommt aus USA und Europa © Bild: APA/DPA/Weihrauch

Die von der EU kritisierten Pläne zum Aufbau eines Gas-Kartells nach Vorbild der OPEC nehmen Gestalt an. Moskau hat zum Gründungsgipfel eingeladen, zu dem die Energieminister von mindestens elf Gas exportierenden Ländern erwartet werden. USA und EU hatten bereits im Vorfeld Bedenken geäußert, das neue Kartell könne - wie die OPEC beim Öl - durch Absprachen Preise in die Höhe treiben.

Russland wies die Bedenken aus Europa und Amerika zurück. Es gibt seit langem Bestrebungen bei den gasfördernden Ländern, aus ihrem wenig einflussreichen Forum GECF eine mächtigere Organisation nach Vorbild der OPEC machen. Der weltweit größte Gas-Exporteur Russland hat nun eingeladen, um eine Satzung für die neue Organisation zu beschließen.

Energiekonzerne wie die deutsche E.ON, die große Gasabnehmer sind, hatten sich gelassen zu den Plänen geäußert. Sie fürchten keine negativen Auswirkungen und verweisen auf bestehende Verträge. Eingeladen zum Gipfel sind Algerien, Bolivien, Brunei, Ägypten, Indonesien, der Iran, Libyen, Malaysia, Nigeria, Trinidad Tobago, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Venezuela.
(apa/red)