Fakten von

Russland bestreitet Tötung
von Offizier durch den IS

"Kein Offizier gefangen genommen und enthauptet"

Russland hat ein Extremisten-Video mit der angeblichen Tötung eines ihrer Soldaten in Syrien als nicht echt bezeichnet. Das Verteidigungsministerium bestritt am Dienstag nach Berichten mehrerer russischer Nachrichtenagenturen, dass ein Offizier gefangen genommen und enthauptet wurde.

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte ein Video im Internet verbreitet, das die Enthauptung eines Geheimdienstoffiziers in Syrien zeigen soll. Wie die US-Expertengruppe Site berichtete, ist in der zwölfminütigen Aufzeichnung in russischer Sprache zu sehen, wie ein schwarz gekleideter Mann offenbar in einer Wüste auf dem Boden kniet und russische Soldaten auffordert, sich zu ergeben.

Daraufhin sage eine Stimme aus dem Hintergrund: "Dieser Idiot glaubt an das Versprechen seines Staates, dass er nicht im Stich gelassen wird, wenn er gefangen genommen wird." Dann wird der vermeintliche Geheimdienstoffizier von einem bärtigen Mann enthauptet. Die Veröffentlichung des Videos fällt auf den Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg, der in Russland am 9. Mai begangen wird.

Die Echtheit der Aufzeichnung konnte zunächst nicht bestätigt werden. Die IS-Miliz hat schon mehrfach Videos mit der Ermordung ausländischer Gefangener verbreitet.

Russland ist Verbündeter des syrischen Machthabers Bashar al-Assad im Kampf gegen Aufständische und hat in dem Bürgerkriegsland auch Truppen stationiert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden seit Beginn des russischen Einsatzes in Syrien im September 2015 etwa 30 Soldaten getötet.

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