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Russland-Affäre - Trump griff erneut Justizminister und FBI-Chef an

US-Präsident twittert Behauptungen über Clinton und Ukraine

US-Präsident Donald Trump hat erneut Justizminister Jeff Sessions und den amtierenden FBI-Chef Andrew McCabe im Zusammenhang mit den Untersuchungen über mögliche russische Einflussnahme auf die Präsidentenwahl kritisiert. Sessions habe eine "sehr schwache Haltung" zu den "Verbrechen von Hillary Clinton" eingenommen, schrieb Trump am Dienstag auf Twitter unter Verweis auf deren E-Mail-Affäre.

Er sprach zudem von ukrainischen Bestrebungen, "die Trump-Kampagne zu sabotieren" und im Geheimen Clinton zu stärken. Was er damit meint, sagte Trump nicht. Und McCabe, der die Untersuchungen gegen die frühere Präsidentschaftskandidatin leite, habe 700.000 Dollar von der Demokratin für seine Frau bekommen, schrieb Trump.

Erst vergangene Woche hatte der Präsident Sessions vorgehalten, er hätte sich in der Russland-Affäre niemals für befangen erklären und von dem Fall zurückziehen sollen. "Und wenn er sich für befangen gehalten hat, hätte er mir das sagen sollen, bevor er sein Amt antritt - dann hätte ich einen anderen ausgesucht", sagte Trump in einem Interview. Bei einem gemeinsamen Auftritt mit McCabe vor der Presse erklärte Sessions daraufhin: "Wir lieben diesen Job, wir lieben dieses Ministerium, und ich plane, das solange zu tun, wie es angemessen ist."

Sessions hatte im März kurz nach seiner Ernennung erklärt, er werde sich aus den Ermittlungen rund um mutmaßliche Russland-Kontakte des Trump-Teams während des Präsidentschaftswahlkampfes heraushalten. Zuvor war bekanntgeworden, dass der Republikaner bei einer Anhörung nicht angegeben hatte, sich 2016 mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, getroffen zu haben.

Derzeit ermitteln FBI, ein Sonderermittler und mehrere Kongressausschüsse in der Sache. Die Russland-Affäre setzt Trump seit Wochen unter Druck. In dieser Woche muss sein Schwiegersohn und Berater Jared Kushner Geheimdienstausschüssen von Repräsentantenhaus und Senat wegen der Affäre Rede und Antwort stehen.

Bei den Ermittlungen ging in Clintons E-Mail-Affäre ging es darum, dass Clinton in ihrer Zeit als Außenministerin (2009-13) auch dienstliche Korrespondenzen über einen privaten Server abgewickelt hat. Wäre dadurch die Sicherheit der USA gefährdet worden, hätte das zu einer Anklage führen können.

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