Russen fordern den Europameister heraus:
Entscheidungsspiel für Russen und Griechen

Iberer und Skandinavier mit Oberwasser in Gruppe D Pawljutschenko dürfte gegen die "Hellenen" spielen

Russen fordern den Europameister heraus:
Entscheidungsspiel für Russen und Griechen © Bild: EPA/Gillieron

Der Traum von der Titelverteidigung könnte für Griechenland schon heute vorbei sein. Nach der Auftakt-Pleite gegen Schweden stehen die Defensiv-Spezialisten von Otto Rehhagel in Salzburg (ab 18.00 Uhr, live auf news.at) gegen die Russen schon gewaltig unter Druck. Allerdings gilt das für den Gegner genauso, der gegen Spanien 1:4 untergegangen war. Die Iberer wiederum könnten ebenso wie die Schweden im direkten Duell in Innsbruck (ab 20.45 Uhr) bereits den Aufstieg fixieren.

Das Duell Russland gegen Griechenland hatte es schon 2004 bei der EM in Portugal gegeben - und das mit einem 2:1-Sieg der Russen. Sie schieden trotzdem aus, Griechenland kam weiter. Dies wird bei einer neuerlichen Niederlage schwer. Denn unterliegt der Europameister Russland und gewinnt gleichzeitig Spanien gegen Schweden, ist der Aufstieg schon außer Reichweite. Gleiches gilt umgekehrt für die Russen, die bei einer Niederlage gegen die Griechen und einem vollen Erfolg der Skandinavier gegen die Iberer ihre Viertelfinal-Chance verpasst hätten.

Während sich bei den Griechen keine größeren Ausfälle abzeichnen, wird die Lage bei den Russen im Sturm bereits kritisch. Während Andrej Arschawin noch seine Sperre aus der Qualifikation absitzen muss, fällt nun möglicherweise auch Torjäger Roman Pawljutschenko aus. Er leidet unter einer Adduktorenverletzung. Bei den Griechen gilt das Interesse vor allem der Taktik, die Coach Rehhagel ausgibt. Sein Defensiv-Aufgebot mit fünf Verteidigern gegen Schweden hatte nach der Partie sogar unter seinen Spielern für Kritik gesorgt.

Iberer und Skandinavier mit Oberwasser
Selbstbewusst können Spanier und Schweden ihre zweite Aufgabe angehen. Die Iberer feierten als einziges Team der EURO bisher einen Erfolg mit drei Toren Unterschied und können auch wieder auf den dreifachen Torschützen David Villa zählen, auch wenn sich dieser beim Torjubel eine Verletzung am Finger zugezogen hatte. Umstellungen sind nicht vorgesehen, Stars wie Cesc Fabregas müssen wohl neuerlich auf der Bank Platz nehmen. Verletzungssorgen plagen indes die Schweden. Mit Christian Wilhelmsson und Niclas Alexandersson fallen zwei Stammspieler aus.

Mit der Partie Schweden-Spanien wird der zweite Teil der Gruppenphase abgeschlossen. Am Sonntag beginnt der dritte Durchgang in der Gruppe A. Während es beim Duell der Schweiz mit den als Gruppensieger feststehenden Portugiesen nur noch um einen versöhnlichen Abschied für die Co-Gastgeber geht, entscheidet sich im direkten Duell zwischen der Türkei und Tschechien, wer den zweiten Aufstiegsplatz erhält. Bei einem Remis würde es angesichts von Tor- und Punktegleichheit sogar zu einem Elfmeter-Schießen im Stade de Geneve kommen.

Mögliche Aufstellungen Griechenland - Russland
(Salzburg, EM-Stadion Wals-Siezenheim, 20.45 Uhr/live auf news.at, SR Rosetto/ITA).

Griechenland: 1 Nikopolidis - 2 Seitaridis, 16 Kyrgiakos, 5 Dellas, 15 Torosidis - 6 Basinas, 10 Karagounis, 21 Katsouranis, - 9 Charisteas, 17 Gekas, 20 Amanatidis

Ersatz: 13 Tzorvas - 18 Goumas, 19 Antzas, 8 Giannakopoulos, 7 Samaras, 14 Salpingidis, 23 Liberopoulos, 3 Patsatzoglou, 4 Spyropoulos, 11 Vyntra, 22 Tziolis

Es fehlt: 12 Chalkias (Fingerverletzung)

Russland: 1 Akinfejew - 22 Anjukow, 4 Ignaschewitsch, 14 Schirokow, 18 Schirkow - 17 Syrjanow, 11 Semak, 20 Semschow, 15 Biljaletdinow - 21 Sytschew, 19 Pawljutschenko/6 Adamow

Ersatz: 16 Malafejew, 12 Gabulow - 2 W. Beresuzki, 3 Janbajew, 5 A. Beresuzki, 8 Kolodin, 7 Torbinski, 13 Iwanow, 23 Bystrow, 9 Saenko

Es fehlt: 10 Andrej Arschawin (gesperrt)
Fraglich: 19 Pawljutschenko (Adduktorenverletzung)

(apa/red)

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