Rund 30 Erfrorene pro Jahr in Österreich:
Viele unterschätzen die Gefahr durch Kälte

200 Menschen mit Kälteverletzungen im Spital Alte Menschen und Betrunkene besonders gefährdet

Rund 30 Erfrorene pro Jahr in Österreich:
Viele unterschätzen die Gefahr durch Kälte

30 Menschen erfrieren im Jahr in Österreich, 200 müssen aufgrund von Kälteverletzungen im Spital behandelt werden. "Oft sind Senioren betroffen, die im Freien stürzen und dann nicht mehr aufstehen können", erläuterte Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Forschung im Kuratorium für Verkehrssicherheit.

Die Kälte führt zunächst zu Gefühllosigkeit an den unbedeckten Hautflächen wie Gesicht, Ohren oder Händen und lässt den Körper nach und nach ermüden, sodass man einschläft oder bewusstlos wird. "Bleibt man in der Kälte bewegungslos liegen, sinkt die Körpertemperatur weiter ab. Dieser Wärmeverlust kann bereits nach ein paar Stunden zum Tod führen", so Dunzendorfer. Beschleunigt wird der Vorgang, wenn man Alkohol getrunken hat.

Um derartige Unfälle zu vermeiden, ist es wichtig, sich in eiskalten Nächten nicht allein auf den Weg zu machen und sich entsprechend zu kleiden. "Viele unterschätzen die Gefahr des Erfrierens. Durch die einsetzende Müdigkeit oder die Wirkung von Alkohol kann man aber bereits binnen weniger Stunden schwere Erfrierungen erleiden", warnte Dunzendorfer.

(apa/red)