Rumänien von

Stürmische Wahl

Wetterbedingt konnten zahlreiche Wahllokale erst später öffnen

Parlamentswahlen in Rumänien: Schneestürme erschweren Wahlgang. © Bild: APA/EPA/ROBERT GHEMENT

Bei den Parlamentswahlen in Rumänien am heutigen Sonntag lag die Wahlbeteiligung um 10.00 Uhr Ortszeit bei 4,52 Prozent, und war damit etwas geringer als bei den letzten Parlamentswahlen im Jahr 2008. Dies gab das Zentrale Wahlbüro (BEC) bekannt. Die höchste Beteiligungsquote wurde im südrumänischen Teleorman mit über neun Prozent verzeichnet.

Der Wahlgang wurde in zahlreichen Landeskreisen durch die schweren Schneefälle und Schneestürme erschwert. Dutzende Wahllokale waren laut der Nachrichtenagentur "Mediafax" in der Früh zunächst geschlossen geblieben. Die nächsten statistischen Aktualisierungen erfolgen am frühen Nachmittag. Das Innenministerium forderte die Armee zur Schneeräumung auf den verschneiten Straßen auf. Die Wahllokale schließen um 21.00 Uhr Ortszeit (20.00 Uhr MEZ). Bis zehn Uhr Ortszeit wurden bei der Nichtregierungsorganisation "Pro Democratia" bereits rund 200 Meldungen wegen Unregelmäßigkeiten registriert.

Etwa 18,2 Millionen Rumänen sind wahlberechtigt. Es wurden laut Wahlbehörde insgesamt 18.762 Wahllokale eingerichtet, davon 306 im Ausland. 315 Abgeordneten- und 137 Senatoren-Mandate in den jeweiligen Wahlbezirken, die in insgesamt 43 Wahlkreisen zusammengefasst sind, sind zu vergeben.

Premier Ponta gilt als Favorit

Als Favorit bei der Wahl am Sonntag gilt die Sozialliberale Union (USL) von Ministerpräsident Victor Ponta, die laut Umfragen mit einer klaren Mehrheit rechnen kann, möglicherweise sogar mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit. In jüngsten Umfragen kam die USL auf 48 bis 61 Prozent der Stimmen.

Die oppositionelle Allianz für ein Gerechtes Rumänien (ARD) kam in den Umfragen auf 15 bis 23 Prozent. Im August scheiterte die Regierung mit dem Versuch einer Entmachtung Basescus. Selbst bei einem klaren Sieg der USL ist nun nicht sicher, ob Basescu Ponta erneut mit der Regierungsbildung beauftragt.

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