Rückkehr ins Meer war nicht gelungen:
Tierschützer mussten 35 Wale umbringen

Südafrika: Nahe Kap der guten Hoffnung gestrandet Ursache für Walstrandungen sind Forschern unklar

Rückkehr ins Meer war nicht gelungen:
Tierschützer mussten 35 Wale umbringen © Bild: APA/EPA

Südafrikanische Tierschützer haben am Samstagabend 35 von 55 Walen töten müssen, die seit dem Morgengrauen in unmittelbarer Nähe vom Kap der Guten Hoffnung gestrandet waren. Zuvor war es den südafrikanischen Wissenschaftlern und Rettungskräften am Strand von Kommetjie auf der Kap-Halbinsel trotz des Einsatzes von schweren Baumaschinen nicht gelungen, die Tiere zurück in den Atlantik zu bringen.

"Ich fühle mich ziemlich traurig, aber es ist der richtige Weg", sagte Nan Rice von der regionalen Schutzgruppe für Delfine laut der südafrikanischen Nachrichtenagentur SAPA. Unglücklicherweise hätten die Tiere trotz aller Bemühungen nicht gerettet werden können.

Auf "humanste Weise getötet"
"Etwa 35 Wale mussten getötet werden, zehn weitere waren schon vorher gestorben", teilte das Institut für Seerettung (NSRI) am Samstagabend mit. Nur wenige seien ins Meer zurückgekehrt. Die Tiere wurden laut NSRI auf die "humanste Weise getötet", mit Schüssen direkt in ihr Gehirn, bei denen der Tod sofort eintrete.

Rätsel: Warum stranden Wale?
Mehrere Helfer wurden während der Aktion von den Wellen mitgerissen und mussten selbst gerettet werden. Wissenschaftler rätseln bis heute, warum Wale stranden. Tierschützer meinen, ihr Orientierungssinn werde durch Lärm im Meer etwa durch U-Boote oder Ölbohrungen gestört. Eine andere Theorie ist, dass sie Beute ins seichte Wasser hinterher jagen.

(apa/red)