Rückkehr nach Maß: Nadal feiert Comeback in Toronto mit klarem Erfolg gegen Massu

Auch Geburtstagskind Federer ganz locker weiter Safin scheitert in drei Sätzen an Spaniens Robredo

Roger Federer und Rafael Nadal haben sich nach vierwöchiger Pause beim Masters-Series-Tennis-Turnier in Toronto mit souveränen Siegen zurückgemeldet. Der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz bezwang dabei an seinem 25. Geburtstag den Franzosen Paul-Henri Mathieu mit 6:3,6:4. Auch der spanische Titelverteidiger hatte beim 6:3,6:2 über Olympiasieger Nicolas Massu (CHI) keine Mühe. Gescheitert ist dagegen der Russe Marat Safin durch das 5:7,7:5,2:6 gegen den Spanier Tommy Robredo.

"Ich war sehr relaxt und bin selbst überrascht, wie stark ich nach der langen Pause gespielt habe", sagte Federer, der in Runde zwei vom Franzosen Sebastien Grosjean herausgefordert wird. Auf French Open-Sieger Nadal wartet der Südkoreaner Hyung-Taik Lee. In Toronto hofft freilich alles auf einen weiteren Final-Klassiker zwischen Federer und Nadal. Die Beiden sind einander heuer schon fünfmal im Endspiel gegenüber gestanden, Nadal gewann vier Begegnungen. "Nach einem Monat Pause ist es schwierig, in den Rhythmus zu finden", gestand Nadal.

Mit Nikolaj Dawidenko musste sich die Nummer 6 des Turniers verabschieden, der Russe unterlag dem Belgier Xavier Malisse 3:6,5:7. Ausgeschieden ist auch David Ferrer (ESP-12), der gegen den immer stärker werdenden Briten Andrew Murray mit 2:6,6:7 das Nachsehen hatte. Damit kommt es zum einem rein-britischen Generationsduell zwischen Murray und Tim Henman. Das bisher einzige Aufeinandertreffen hat der seit kurzem von Brad Gilbert gecoachte Murray vergangenen Oktober in Basel gewonnen.

In Los Angeles hat die Niederlage von Sybille Bammer gewissermaßen eine "Aufwertung" erfahren: Ihre Bezwingerin, Virginia Ruano Pascual (ESP), sorgte mit einem noch glatteren Sieg (6:3,6:2) über die als Nummer zwei gesetzte Nadja Petrowa für eine Überraschung. Petrowa ist nach einigen Verletzungen allerdings etwas von der Rolle.

Für die siebenfache Grand-Slam-Siegerin Serena Williams, die heuer wegen einer Langzeitknieverletzung erst zwei Turniere gespielt hat, gab es hingegen ein Erfolgserlebnis. Die aus den Top 100 gefallene US-Amerikanerin ließ der Nummer 11 gesetzten Russin Maria Kirilenko nur drei Games.

"Ich gehe in die richtige Richtung", freute sich Williams, die im Vergleich zur Halbfinal-Niederlage in Cincinnati gegen Vera Zwonarewa im vergangenen Monat einen "totalen Umschwung" konstatierte. Sie treffe die Bälle nun viel reiner, die Fähigkeit, Winner zu schlagen, sie viel besser. "Ich habe immer geglaubt, dass ich besser spielen könnte, auch als ich meine besten Leistungen gezeigt habe", strotzt sie schon wieder vor Selbstvertrauen.

(apa/red)