Rudi Anschober von

Politiker mit Burnout

Oberöstereichischer Landestat nimmt sich bis Jahresende eine Auszeit

Landesrat Anschober nimmt Auszeit wegen Burnouts. © Bild: APA/Rubra

Der oberösterreichische Umweltlandesrat und Grünen-Landessprecher Rudi Anschober hat ein Burnout. Er nimmt bis Jahresende eine politische Auszeit. In den kommenden drei Monaten soll ihn ein Regierungsmitglied des Koalitionspartners ÖVP in der Landesregierung vertreten. Wer die Agenden übernimmt, wird bis zur nächsten Sitzung am Montag geregelt, kündigte Landeshauptmann Pühringer an.

Auch Anschobers Partei will die Lücke mit Teamwork füllen. Am Tisch der Landesregierung werden bei der kommenden Sitzung bereits zwei Gesichter fehlen: Bildungslandesrätin Doris Hummer, die am 14. September einen Sohn entbunden hat, ist von 10. September bis 3. Dezember in Karenz. Sie wird in dieser Zeit von Pühringer vertreten. Nach dem Ausfall Anschobers soll ebenfalls ein ÖVP-Landesrat einspringen. Zur Auswahl stehen noch Max Hiegelsberger (Agrar), Viktor Sigl (Wirtschaft) und LH-Stv. Franz Hiesl.

"Offensichtlich habe ich mit einer praktisch kontinuierlichen 80-bis 100-Stundenwoche meinen Kräftehaushalt überstrapaziert. Ich bin aber sehr zuversichtlich, in einer Auszeit mit guter medizinischer Begleitung wieder soweit zu Kraft zu kommen, dass ich 2013 wieder voller Energie meine Arbeit (...) fortsetzen kann", teilte Anschober mit. Symptome, die in den vergangenen Monaten aufgetreten seien, hätten sich auch durch eine Reduktion des Arbeitspensums nicht gebessert, das mache eine längere Pause nötig.

Gilt als Personalreserve der Grünen

Der 51-jährige Politiker, der seit einem guten Vierteljahrhundert in der Politik ist, wird immer wieder als Personalreserve der Grünen im Bund gehandelt. Er selbst stellte sich allerdings stets dezidiert hinter Parteichefin Glawischnig. In der Landespartei sollen vorerst Anschobers Stellvertreterinnen Ulrike Schwarz und Maria Wimmer, sowie Landesgeschäftsführerin Michaela Heinisch und Klubobmann Gottfried Hirz verstärkt in die Bresche springen.

Aus der Politik gab es am Donnerstag zahlreiche gute Wünsche an Anschober: "Ich wünsche ihm rasche und vor allem vollständige Genesung, damit er nach der jetzt notwendigen Auszeit wieder seine Beiträge zur Weiterentwicklung unseres Landes leisten kann", so sein Regierungspartner Pühringer. SPÖ-LH-Stv. Josef Ackerl betonte, dass viel Mut dazugehöre, sich zu einem Burnout zu bekennen. Auch BZÖ-Landeschefin Ursula Haubner wünschte Anschober alles Gute.

Kommentare

Ich nehme an bei vollen bezügen die wir als steuerzahler blechen dürfen.oder wie der pröll sepperl der jetzt noch mehr kohle hat von der raiffeisenbank fürs nix tun.die können sichs alle richten diese polit verbrecher.

Burnout
wenn Mann den Druck nicht vertrage,
muß Mann leiser tretten.

Aber lieber viel Geld und Macht als gesund sein,
dann in Frühpension gehen und sich aushalten lassen.

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