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Queen hat sich entschieden:
Unterstützung für Prinz Harry & Herzogin Meghan

Royals - Queen hat sich entschieden:
Unterstützung für Prinz Harry & Herzogin Meghan © Bild: DANIEL LEAL-OLIVAS / AFP / POOL

Queen Elizabeth II. hat die Diskussionen mit ihrem Enkel Prinz Harry & Herzogin Meghan auf einer Krisensitzung in Sandringham als "sehr konstruktiv" bezeichnet. Die Kritik an den beiden will aber nicht abreißen.

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Königin Elizabeth II. hat ihre Unterstützung für die Rückzugsankündigung von Prinz Harry und seiner Frau Meghan erklärt. Die 93-jährige Monarchin und ihre Familie "unterstützen voll und ganz" den Wunsch des Paares, ließ die Königin am Montag mitteilen.

© Adrian DENNIS / AFP

Paar bekommt "Übergangsperiode"

Auf dem Krisengipfel der Royals am Montag wurde Harry und Meghan eine "Übergangsperiode" gewährt, in der sie sich zurückziehen und in Großbritannien und Kanada leben dürften. Endgültige Entscheidungen sollten "in den kommenden Tagen" getroffen werden, erklärte die Königin. Es bleibe noch viel zu tun, da "komplexe" Fragen geklärt werden müssten.

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Die Queen war am Montag mit ihrem Sohn und Thronfolger Charles und dessen beiden Söhnen William und Harry zu einem Krisengipfel auf Schloss Sandringham zusammengekommen, um über die künftige Rolle von Harry und Meghan zu beraten. Die beiden hatten am vergangenen Mittwoch erklärt, sich weitgehend von ihren royalen Verpflichtungen zurückziehen und unabhängiger leben zu wollen.

»Lieber weiter als Vollzeitmitglieder der königlichen Familie «

"Obwohl wir sie lieber weiter als Vollzeitmitglieder der königlichen Familie gesehen hätten, respektieren und verstehen wir ihren Wunsch nach einem unabhängigeren Leben als Familie, bei dem sie ein wertvoller Teil meiner Familie bleiben", erklärte die Königin. Harry und Meghan hätten deutlich gemacht, dass sie von öffentlichen Geldern unabhängig sein wollten, deshalb sei eine "Übergangsperiode" beschlossen worden.

Wahrer Sturm der Entrüstung

Die knappe Erklärung von Harry und Meghan hatte einen wahren Sturm der Entrüstung ausgelöst und das Königshaus in eine Krise gestürzt. Medienberichten zufolge hatte das Paar weder die Königin noch Harrys Vater Charles vorab in seine Entscheidung eingebunden, der Palast sei kalt erwischt worden.

Wie Harry und Meghan finanziell unabhängig werden wollen - Ihre Rechnung

Die Ankündigung des Herzogs und der Herzogin von Sussex ließ viele Fragen unbeantwortet. Offen war unter anderem, wie viel Geld die beiden künftig noch von Prinz Charles erhalten - bisher finanziert der Thronfolger aus seinem Privatvermögen laut Presseberichten 95 Prozent von Harrys Etat. Es ist für das Paar jedoch nicht so einfach, eigenes Geld zu verdienen, ohne in Interessenskonflikte zu geraten. Geregelt muss auch werden, wer künftig für die Kosten seiner Leibwächter aufkommen soll - und ob es seine royalen Titel behalten wird.

Trudeau sieht viel Klärungsbedarf wegen Royals

Nach der Ankündigung von Prinz Harry (35) und Herzogin Meghan (38), künftig zeitweise in Kanada leben zu wollen, sind nach Ansicht des kanadischen Premiers wichtige Fragen offen. Der Herzog und die Herzogin von Sussex hatten überraschend bekannt gegeben, mit ihrem Sohn Archie ein finanziell unabhängiges Leben führen und sich teils von den royalen Pflichten zurückziehen zu wollen.

»Ich denke, die meisten Kanadier stehen der Idee, Royals hier zu haben, sehr unterstützend gegenüber«

"Ich denke, die meisten Kanadier stehen der Idee, Royals hier zu haben, sehr unterstützend gegenüber. Aber wie das aussieht und welche Art von Kosten das beinhaltet, darüber gibt es noch viele Diskussionen zu führen", sagte Regierungschef Justin Trudeau dem kanadischen TV-Sender "Global News" am Montagabend (Ortszeit).

Kanada denkt noch über Übernahme von Kosten nach

Noch ist demnach völlig offen, ob Kanada die Kosten für die Schutzmaßnahmen für Harry und Meghan übernimmt. "Wir sind nicht völlig sicher, wie die endgültige Entscheidung aussehen wird", sagte Trudeau. Es seien noch "viele Gespräche nötig". Grundsätzlich unterstützten die Kanadier es aber sehr, dass das Paar teils in ihrem Land leben wolle.

Zuvor hatte der kanadische Finanzminister Boll Morneau britische Presseberichte zurückgewiesen, wonach Trudeau der britischen Königin Elizabeth II. zugesagt habe, dass Kanada die Sicherheitskosten für Harry und Meghan übernehmen könne. "Wir haben keine Zeit damit verbracht, über dieses Thema nachzudenken", sagte Morneau. Als Mitglied des von der Queen angeführten Commonwealth wolle Kanada allerdings "eine Rolle spielen". Als Commonwealth-Mitglied hat auch Kanada die Queen als Staatsoberhaupt.

Kanadischen Medien zufolge dürfte der Schutz von Harry, Meghan und ihres Sohns Archie jährlich rund 1,7 Millionen kanadische Dollar (eine Million Euro) kosten. Den britischen Medienberichten zufolge will sich Kanada mit umgerechnet 584.000 Euro pro Jahr daran beteiligen. Bei den bisherigen Besuchen von Mitgliedern des britischen Königshauses haben sich traditionell immer auch die kanadischen Steuerzahler an den Kosten der Sicherheitsmaßnahmen beteiligt.

In einem Krisengespräch am Montag hatte Königin Elizabeth II. die Pläne grundsätzlich abgesegnet. Unklar sind aber Details - etwa wer für die Sicherheitsvorkehrungen in Kanada aufkommen wird. Kanada gehört zum Commonwealth, die britische Queen ist Staatsoberhaupt des Landes.

Der britische "Evening Standard" hatte am Montag berichtet, es gebe eine private Zusicherung Trudeaus an die Queen, dass die Sicherheit der Kleinfamilie gewährleistet sei, wenn diese in Kanada wohne. Trudeau sagte "Global News" hingegen, die Frage, wer die Sicherheitskräfte bezahlen werde, sei "Teil der Überlegungen, die es noch geben muss." Dazu müssten Harry und Meghan zunächst weitere Entscheidungen treffen. Allgemein werde ihnen in Kanada aber ein "Gefühl von Wertschätzung" entgegengebracht, so Trudeau.

Kritik reißt nicht ab: "Launische, selbstsüchtige Forderungen"

Auch die Kritik an dem prominenten Paar reißt weiterhin nicht ab. Mehrere Zeitungen werteten am Dienstag das Ergebnis des Treffens vom Vortag als Erfolg rücksichtsloser Forderungen von Harry und Meghan an Königin Elizabeth II. "Sie haben ihr bildlich gesprochen die Pistole an den Kopf gehalten, und sie hat nachgegeben", hieß es im "Daily Express". "Das bedeutet nur eins - Harry und Meghan haben gewonnen", schrieb der Royals-Experte und Kommentator des "Daily Express", Philip Dampier, weiter. Das Boulevardblatt "Sun" kommentierte: "Die Kapitulation unserer Königin gegenüber den launischen, selbstsüchtigen Forderungen von Harry und Meghan könnte sich als größter Fehler ihrer Regentschaft erweisen."

In die selbe Kerbe schlug der "Daily Mirror": Die 93-jährige Queen habe "Selbstlosigkeit" bewiesen, während ihr Enkel und dessen Frau die Monarchin "respektlos" behandelt hätten. "Der widerstrebende Abschied der Queen", kommentierte der "Daily Telegraph" Elizabeths Zustimmung zu einer neuen, unabhängigeren Rolle von Harry und Meghan. In britischen Medien wurde am Mittwoch aber auch diskutiert, ob rassistische Töne gegen Meghan, die afroamerikanische Wurzeln hat, den Rückzug des Paares bewirkten.

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