Rotes Kreuz hilft im Erdbebengebiet:
Heimische Abordnung reist nach Italien

Koordinator: "Wir können beim Wiederaufbau helfen" Seidler mit Hilfsmaßnahmen der Italiener zufrieden

Rotes Kreuz hilft im Erdbebengebiet:
Heimische Abordnung reist nach Italien © Bild:

Auch das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) ist in der vom Erdbeben betroffenen mittelitalienischen Region Abruzzen im Einsatz. Valentin Seidler, ÖRK-Koordinator an Ort und Stelle, ist in die Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila gereist. "Wir wollen überprüfen, wie das Österreichische Rote Kreuz hier helfen kann. Wir wollen die Italiener sowohl bei der Soforthilfe als auch beim Wiederaufbau unterstützen", sagte Seidler im Gespräch mit der APA in L'Aquila.

"Die Wiederaufbauphase wird in den Abruzzen teuer sein, Österreichs Einsatz kann daher sehr wichtig werden. Die Italiener haben betont, dass sie keine Sachlieferungen benötigen, sondern finanzielle Unterstützung bevorzugen. Wir wollen uns mit dem italienischen Roten Kreuz über Projekte absprechen, die mit österreichischer Hilfe finanziert werden können. Zum Beispiel der Aufbau einer Schule oder anderer Infrastruktur", sagt der 36-jährige Wiener.

Das Österreichische Rote Kreuz hat sofort nach dem verheerenden Erdbeben am Montag um Spenden für die Betroffenen aufgerufen. "Die Österreicher haben sofort reagiert. Die Einsatzbereitschaft für das Nachbarland Italien scheint groß zu sein", sagt Seidler, der seit zehn Jahren für das Rote Kreuz tätig ist und bereits in Mosambik, Burkina Faso, Rumänien, Kambodscha und Ost-Timor im Einsatz war.

Seidler zeigte sich von der Effizienz der italienischen Hilfsaktion beeindruckt. "Die Italiener haben hier eine sehr gute Organisation aufgebaut und sehr effizient auf die schwierige Lage reagiert. Ich habe das größte Zeltlager in L'Aquila besucht, in dem rund 2.000 Menschen untergebracht sind. Es ist wirklich professionell organisiert. Die Koordination zwischen dem Zivilschutz und dem Innenministerium funktioniert bestens."

Auch sonst zieht er ein positives Resümee über die Krisenbewältigung: "In L'Aquila sind Lebensmittel, medizinische Versorgung und Sicherheit gegen die Plünderung der Gebäude garantiert. Außerdem wird den Betroffenen auch psychologische Betreuung angeboten. Die Italiener haben bisher für die Obdachlosen das Beste gemacht", so Seidler.

(S E R V I C E - Rotes Kreuz, PSK, Blz. 60.000, Konto 2.345.000, Kennwort: Erdbeben Italien; Online Spenden unter: http://www.roteskreuz.at; )

(apa/red)