Roter Blues: Liga vor dem Super-GAU

Roter Blues: Liga vor dem Super-GAU

Meistermacher Walter Schachner im Interview über die GAK-Pleite und den Schaden für Österreichs Fußball. Politik-Attacke: Nach der GAK-Pleite fordert Staatssekretär Lopatka Zwangsabstieg für Konkursklubs und GmbHs statt Vereine.

Das, was seine Kicker einen „Lauf“ nennen würden, schaut wahrlich anders aus. „Schwarze Serie“ wäre wohl die richtige Bezeichnung für das, was im und um den GAK seit einem Jahr abläuft. Bisheriger Höhepunkt des Grazer Fußball-Irrsinns: Am vergangenen Montag gab es zwölf Punkte Abzug durch ein am 16. März gefälltes Urteil des Senats V der Bundesliga wegen „Verstößen gegen Verpflichtungen aus dem Lizenzverfahren“, weitere zehn Minuspunkte wegen der Insolvenz selbst. Damit liegt der GAK hoffnungslos hinten, ist fixer Absteiger und die Meisterschaft mit den meilenweit voranliegenden Fast-fix-Meistern aus Salzburg sportlich so aufregend geworden wie mehrfach gewaschene Feinripp-Unterwäsche.

Jahr des Schreckens. Trauriger Höhepunkt einer Fußball-Farce, die es so in Österreich seit dem Konkurs des FC Tirol in dieser Brutalität nicht mehr gegeben hat. Seit Stefan Sticher im Juli 2006 das Amt des GAK-Präsidenten von Harald Sükar übernommen hat, geht es Schlag auf Schlag. Erst kündigt Sportvermarkter IMG einen Millionen Euro schweren Vermarktungsvertrag, was unstopfbare Löcher in das seit der Meisterschaft 2004 ohnehin ausgesprochen dünn gewordene Budget des GAK reißt. Ganz dick kommt es aber 2007: erst angedrohter Spielerstreik, dann Konkursantrag durch die Finanzprokuratur wegen Steuerschulden in Millionenhöhe, dann Antrag auf Zwangsausgleich am 2. März. Und nur zwölf Tage später sechs Punkte Abzug wegen einer FIFA-Strafe, resultierend aus einem Rechtsstreit mit dem Ex-GAK-Spieler Daniel Kimoni.

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS
PLUS: Ex-Trainer Schachner im Interview