Rote Vendetta: SPÖ plant Crashkurs gegen Schüssel und will im ÖGB schnell aufräumen

NEWS: Wie die SPÖ die Bawag-Pleite überstehen will AK-Chef Tumpel genehmigte Spekulationsgeschäfte!

Rote Vendetta: SPÖ plant Crashkurs gegen Schüssel und will im ÖGB schnell aufräumen

Am 2. April, zehn Tage nach Platzen der Bawag-Bombe, bat SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer die Parteispitze und die Gewerkschaftsführung rund um den neuen ÖBG-Chef Rudolf Hundstorfer ins rote Rennerinstitut. NEWS berichtet über den roten Geheimgipfel. Das Thema: Wie retten wir die Nationalratswahl nach dem Bawag-Desaster?

Wenn sich der Clan der Corleones in Mario Puzos "Der Pate" auf die "Matratzen begibt", kocht der Consigliere ganz frugal in einer sicheren Wohnung Spaghetti al pomodoro. Wenn die SP-Spitze eine Vendetta plant, ruft Alfred Gusenbauer - freilich ebenso geheim - zum noblen Diner ins Gartenhotel Altmannsdorf in Wien-Meidling.

ÖGB-Spitze im SP-Präsidium
Vergangenen Sonntag, zehn Tage nach Platzen des Bawag-Skandals, war es wieder so weit. Nach einem leichten Haubenmenü gibt es politisch deftige Kost für Michael Häupl, Erich Haider und Co. Denn am Tisch sitzen neben SP-Geschäftsführer Norbert Darabos, der neueste Umfragedaten interpretiert, auch Neo-ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer, ein enger Vertrauter des Wiener Bürgermeisters, und Rudolf Nürnberger, allmächtiger Chef der SP-Gewerkschaftsfraktion.

Sie referieren das Desaster, das ihnen Fritz Verzetnitsch hinterlassen hat: enorme Finanzprobleme im ÖGB, weitere drohende Bawag-Schlagzeilen, wenn die Bilanz der Bank erneut um vier Wochen verschoben werden muss, und erste Ansätze für Reformen. Auf bohrendes Nachfragen der durchaus ob der bevorstehenden Wahl grantigen SP-Spitze muss auch zugegeben werden, dass die Medienberichte stimmen, AK-Präsident Herbert Tumpel habe die Wiederaufnahme der Spekulationsgeschäfte genehmigt.

Womit für Gusenbauer klar ist: "Die Diskussion wird bis zum Wahltag am Köcheln gehalten. Wir brauchen klare Schritte, die auch anerkannt werden." Erich Haiders Vorstoß, schon am 1. Mai mit dem Slogan "Sie wollen uns zerstören. Jetzt erst recht SP wählen." vorzupreschen, sorgt für heftige Debatten. Parteikassier Christoph Matznetter übernimmt dann die Aufgabe, "Grasser zu stellen - und zwar via Hypo Alpe-Adria plus Bankenaufsichtsversagen in der Bawag."

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