Rote Laterne bleibt weiterhin in Vorarlberg:
Klarer 3:0-Sieg gegen Kärnten reicht nicht

Auch Mattersburg gewinnt in Kapfenberg mit 3:1 Harmlose Linzer unterliegen gegen Sturm Graz 0:2

Rote Laterne bleibt weiterhin in Vorarlberg:
Klarer 3:0-Sieg gegen Kärnten reicht nicht © Bild: APA/Eggenberger

Der Kampf gegen den Abstieg in der Fußball-Bundesliga entwickelt sich zu einem wahren Thriller. Sowohl der SCR Altach, der einen überzeugenden 3:0-(2:0)-Auswärtssieg bei Austria Kärnten feierte, als auch der SV Mattersburg, der sich im Heimspiel gegen Kapfenberg im Finish noch 3:1 (1:0) durchsetzte, feierten wichtige Erfolge und liegen damit weiter punktgleich am Tabellenende. Der Rückstand auf Kapfenberg reduzierte sich aber auf sechs Zähler.

Kapfenberg-Coach Werner Gregoritsch ärgerte sich über die Niederlage im Burgenland, mit der sein Team nun schon seit fünf Runden (2 Remis/3 Niederlagen) sieglos ist. "Diese Tore darf man nicht bekommen, das waren zwei Tormannfehler", übte er heftige Kritik an Schlussmann Eisl, der beim ersten und zweiten Gegentor keine gute Figur gemacht hatte.

Den Endstand in der überaus gehässigen Partie - insgesamt elf Spieler sahen Gelb und einer, der Kapfenberger Schellander (63.), Gelb-Rot - fixierte Thomas Wagner erst in der 99. Minute. Das wohl späteste Tor der Bundesliga-Geschichte wurde durch FIFA-Referee Fritz Stuchlik, der die Nachspielzeit mit neun Minuten festgelegt hatte, ermöglicht.

Rote Laterne für Altach trotz 3:0-Sieg
Altach blieb mit einem ungefährdeten Erfolg in Klagenfurt an Mattersburg dran, die Burgenländer haben aber noch eine um sieben Tore bessere Tordifferenz als die Vorarlberger, die einen Sieg mehr auf dem Konto haben. Der erst zweite Auswärts-Saisonsieg des Teams von Georg Zellhofer war aber auch das Resultat einer katastrophalen Leistung der Kärntner Gastgeber.

"Man kann sich für diese Leistung nur bei den eigenen Fans und bei Mattersburg entschuldigen. Wir waren heute kein Gegner, der seiner Pflicht nachkommt. Dafür muss ich mich genieren", sprach Kärnten-Coach Frenkie Schinkels Klartext. "Ich glaube, dass sich bei uns einige Spieler nicht mehr motivieren können. Das ist traurig. Bei uns treffen sich einige Spieler mehr mit den Beratern als beim Verein zu sein." Aus diesem Grund müsse er jetzt einen Schnitt machen, damit es wenigstens punkto Einsatz in den letzten fünf Runden wieder stimmt.

Sturmlauf auf den Europacup
Sturm Graz drängt indes auf die Europacup-Teilnahme. Die Mannschaft von Franco Foda stieß mit dem lockeren 2:0-(2:0)-Heimsieg über den LASK vor dem Wiener Derby am Sonntag zwischen Rapid und Austria auf den dritten Tabellenrang vor. Sollte die Austria den Cup gewinnen, dann würde den Steirern, die zum fünften Mal in Folge ohne Gegentor blieben, bereits Rang vier für einen Quali-Startplatz im UEFA-Cup-Nachfolgebewerb "Europa League" genügen. Dieser scheint im Moment mit sechs Punkten Vorsprung auf Ried gut abgesichert. (apa/red)

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