Rot-weiß-rot ist Trumpf: Erste Liga
weiter als heimische Nachwuchsschmiede

Junge Österreicher weiterhin mit einem Startvorteil

Auch in der kommenden Saison hat sich die zweithöchste österreichische Fußball-Klasse die Förderung der Nachwuchsspieler auf die Fahnen geheftet. Nach einem einstimmigen Beschluss der Club-Präsidenten müssen alle Erste-Liga-Mannschaften, auch die beiden Amateurteams von Red Bull Salzburg und Austria Wien, mindestens vier Spieler auf den Spielbericht setzen, die nach dem 1. Jänner 1986 geboren wurden. Die zwölf Teams sicherten auch zu, dass zumindest eine Jungkicker in der Anfangs-Elf stehen wird.

"Damit sollte es in der anstehenden Saison keine Unklarheiten oder Diskussionen zu diesem für den österreichischen Fußball sehr wichtigen Nachwuchsförderinstrument mehr geben", erläuterte Anton Hirschmann, der Vorsitzende der Red-Zac-Erste-Liga. Im Austausch für die Gleichstellung im Sinn der Nachwuchsförderrichtlinien steht den beiden Amateur-Teams in der Saison 2007/08 jedoch kein Anteil an den TV-Geldern zu.

Einer von manchen Seiten geforderten Aufstockung der Bundesliga auf Kosten der Ersten Liga steht Hirschmann weiter skeptisch gegenüber. "Ein Großteil der in Kanada so erfolgreichen Mannschaft stammt von Clubs der Red Zac Ersten Liga", erklärte der Steirer. "Sie kommen dort regelmäßig zum Einsatz und können sich in einem großteils professionellen Umfeld auf größere Aufgaben vorbereiten. Deshalb kann ich Diskussion über die Sinnhaftigkeit der Ersten Liga oder eine mögliche Aufstockung in keinster Weise nachvollziehen."

Eine Neuerung gibt es im Bereich der TV-Übertragungen. Nach dem Vorbild der Bundesliga kommt es neben der Konferenzschaltung erstmals zur regelmäßigen Übertragung eines Livespiels, das bei Wochenendrunden (jeweils Samstag) auf Premiere gezeigt wird. Den Auftakt macht am 4. August die Partie SC/ESV Parndorf gegen SK Schwadorf. "Dadurch können wir die Medienpräsenz und damit den Wert der Ersten Liga erhöhen und allen Partnern und Sponsoren eine noch bessere und umfangreichere Präsentationsplattform bieten", meinte Bundesliga-Vorstand Georg Pangl.

(apa/red)