Cristiano Ronaldo

Schmolltaktik wie Mourinho

Der Real-Madrid-Star will wichtiger werden - und mehr Geld haben

Cristiano Ronaldo liegt verletzt am Boden. © Bild: Reuters/Hanna

Cristiano Ronaldo ist traurig. Angeblich hat er Real Madrid sogar mit einem Vereinswechsel gedroht. Ernst dürfte es dem Portugiesen aber nicht gewesen sein, sonst hätte er kaum bis nach Ende der Transferfrist gewartet. Wahrscheinlicher ist, dass Ronaldo mit seiner Schmolltaktik ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt - er will sein Ego befriedigen und mehr Geld. Es droht ihm nämlich der Verlust von fünf Millionen Euro im Jahr.

Das Verhalten des Torjägers erinnert in Madrid an die Taktik des Real-Trainers Jose Mourinho. Der Portugiese hatte die Vereinsführung ebenfalls über die Presse unter Druck gesetzt und mit einer Rückkehr nach England geliebäugelt. Auf diese Weise erreichte Mourinho, dass Real seinen Gegenspieler Jorge Valdano als Generaldirektor entließ und ihm als Manager eine Machtfülle zugestand, wie sie bei Real noch nie ein Trainer besessen hatte.

"Ronaldo verfolgt nun dieselbe Taktik wie sein Landsmann", schreibt die Zeitung "El Pais". "Er will erreichen, dass die Mannschaft ihn als die unumstrittene Führerfigur anerkennt und sich dafür einsetzt, dass er zum Weltfußballer des Jahres gekrönt wird." Ronaldo scheint dabei ein wenig neidisch auf die Position seines Rivalen Lionel Messi beim FC Barcelona zu schielen. Bei Barca wird die Autorität des Argentiniers von niemandem bezweifelt, das gesamte Team stellt sich in den Dienst des Superstars.

Mannschaft gegen Ronaldo
Bei Real dagegen sind einige Schlüsselspieler wie die Welt- und Europameister Iker Casillas oder Sergio Ramos anscheinend nicht gewillt, Ronaldo eine uneingeschränkte Führungsposition einzuräumen und den Club zu einem "FC Cristiano" zu machen, wie "El Pais" schreibt. In der Vergangenheit war schon häufiger von angeblichen Grabenkämpfen im Real-Kader zwischen Spaniern und Portugiesen die Rede gewesen. Erst kürzlich hatte die Presse enthüllt, dass Mourinho im Training mit Casillas und Ramos aneinandergeraten sei.

Das Aufbegehren Ronaldos könnte aber auch mit Geld zu tun haben. Bei Manchester United hatte der Portugiese in sechs Jahren fünf Gehaltsaufbesserungen erhalten, bei Real noch keine. Nach Informationen der Zeitung "El Mundo" geht Ronaldos "Traurigkeit" jedoch nicht auf aktuelle Gehaltsforderungen zurück, sondern auf ein steuerliches Problem bei einer Verlängerung des 2015 auslaufenden Vertrags.

Traurig wegen fünf Millionen?
Derzeit zahle Real für das Gehalt des Portugiesen nach der sogenannten "Beckham-Regelung" einen ermäßigten Steuersatz von 24 Prozent, schreibt das Blatt. Von 2015 an werde der Spitzensteuersatz von 52 Prozent fällig. "Das macht einen Unterschied von fünf Millionen Euro aus und ist der Auslöser von Ronaldos Traurigkeit."

Ronaldo selbst sieht das freilich völlig anders. Mit Geld habe das nichts zu tun. "Ich werde angeklagt, mehr Geld zu wollen. Aber es wird sich eines Tages zeigen, dass dies nicht der Fall ist", tweetete Ronaldo. Der 27-Jährige stellte klar: "Ich garantiere allen Fans von Real Madrid, dass meine Motivation, Hingabe, mein Engagement und der Wunsch, alle Titel zu gewinnen, nicht beeinträchtigt sind." Er werde für den Club immer alles geben.

Kommentare

Tja, was soll man dazu sagen, wenn er soooooo traurig ist und ihm fehlt die Wertschätzung. Meine Idee: Spende dein HALBES Jahresgehalt an die Krebshilfe, die brauchen das Geld zur weiteren Forschung. z.B. St. Anna Kinderspital, denn diese Zwergerln haben niemals die Chance die er hatte. MACH SIE FÜR EINEN AUGENBLICK GLÜCKLICH, DANN GEHTS DIR AUCH BESSER!!! (möglicherweise)

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