Roland Linz von

Vereinssuche in Thailand

Der in Ungnade gefallene Austria-Stürmer sucht im Urlaubsparadies einen Job

Roland Linz in einem Bundesligaspiel für die Wiener Austria © Bild: APA/Leodolter

Roland Linz sucht in Thailand einen neuer Verein. Was wie eine geschickte Verlängerung des Weihnachtsurlaubes aussieht, dient offiziell dem Finden eines neuen Arbeitgebers für den 31-jährigen Stürmer, der bei der Austria keinen neuen Vertrag erhalten wird. Seine Noch-Teamkollegen haben derweil im winterlichen Österreich das Training wieder aufgenommen und planen die Mission-Meistertitel.

Der 31-jährige Stürmer saß im für die Violetten so erfolgreichen Herbst des öfteren nur noch auf der Tribüne. Hinter Torjäger Philipp Hosiner sowie Roman Kienast war Linz nur noch die dritte Wahl, in insgesamt sieben Liga-Einsätzen erzielte er gerade einmal einen Treffer. "Die Situation ist nicht befriedigend für ihn, das verstehe ich. Roli hat sich immer professionell verhalten, er will aber spielen", meinte Trainer Peter Stöger. Linz' Vertrag läuft noch bis Sommer, die Austria legt ihm bei einem Vereinswechsel keine Steine in den Weg.

Sollte der Angreifer im Winter abwandern, könnte sein Kaderplatz leer bleiben. "Sicher würde er mir fehlen, aber Schnellschüsse wird es bei uns nicht geben", erklärte Stöger. Ohnedies soll die Erfolgsmannschaft "so lange wie möglich" gehalten werden. Aktuell plant der Austria-Coach, mit unverändertem Kader ins Frühjahr zu starten. Abgänge werde es wenn, dann nur ins Ausland geben: "Wenn ein internationaler Groß-Club einen unserer Spieler holen will, muss man die Situation natürlich abwägen."

Die Kollegen sind hungrig
Mit oder ohne Linz steht die Austria seit Montag voll im Trainingsalltag. Täglich zwei Einheiten stehen auf dem Programm, wobei vorerst vor allem im Fitnessbereich gearbeitet wird. Am Eifer mangelt es den Favoritnern offenbar nicht. "Obwohl erst eine Einheit auf dem Programm stand, kann man sagen, dass das Feuer weiter drin ist", berichtete Kapitän Manuel Ortlechner. "Die Stimmung hat sich nicht geändert. Alle sind hungrig, und mein Gefühl sagt mir, dass wir noch ein paar Prozent drauflegen können."

Das große Ziel Meistertitel ist bei 16 ausstehenden Runden und sieben Zählern Vorsprung auf Meister Salzburg in Wien-Favoriten allgegenwärtig. "Es ist jedem klar, dass die Chance groß ist, Meister zu werden", meinte Stöger. Das Trainerteam versucht in der Vorbereitung, neben dem gewohnten 4-3-3-System auch ein 4-4-2 mit zwei echten Stürmern einzustudieren. "Das was funktioniert hat, sollte man nicht künstlich verändern. Aber wir wollen künftig auch ein wenig flexibler sein", berichtete Stöger.

Austria fordert den HSV
Ehe es für die Austria von 20. bis 30. Jänner ins Camp nach Lara/Antalya geht, stehen noch drei Testspiele auf dem Programm. Gleich im ersten wartet mit dem Hamburger SV am Samstag ein prominenter Gegner. Die Austria hat für das Spiel in der Hansestadt eine Einladung erhalten. "Der Zeitpunkt ist nicht der optimalste, aber wenn man eine solche Möglichkeit bekommt, nehmen wir sie natürlich wahr", sagte Stöger. "Vor allem für die jungen Spieler ist eine solche Kulisse ein Erlebnis. Und natürlich hoffen wir, dass wir das im nächsten Jahr öfters erleben."

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