Roland Linz hält sich alle Optionen offen: Stürmer überlegt auch Wechsel ins Ausland

Kuljic bleibt vermutlich weiter bei Ried engagiert Team-Debütant Janko blickt optimistisch in Zukunft

Die Zukunft des österreichischen Fußball-Teamstürmers Roland Linz ist weiter völlig offen. Der Vertrag des Steirers mit der Wiener Austria läuft dieser Tage aus, ein Verbleib des 24-Jährigen beim österreichischen Doublegewinner ist ebenso möglich wie ein Wechsel ins Ausland. "Derzeit gibt es noch nichts Konkretes, ich bin nach allen Richtungen offen", sagte Linz im ÖFB-Teamquartier in Bad Tatzmannsdorf.

Das Tauziehen um die Unterschrift des Bundesliga-Torschützenkönigs könnte noch einige Zeit dauern. "Ich werde nichts überstürzen. Vielleicht fällt die Entscheidung auch erst in einigen Wochen." Mit der Austria gebe es zwar Verhandlungen, zu einer echten Annäherung sei es aber noch nicht gekommen. "Konkretes Angebot habe ich von den Austria-Verantwortlichen noch keines. Sie kennen meine Vorstellungen."

Nach eigenen Angaben liegen Linz auch Anfragen aus dem Ausland vor. Einen Abschied aus Österreich kann sich der Goalgetter durchaus vorstellen, auch wenn sein jüngster Aufenthalt in der Fremde, das Gastspiel in Nizza, nicht wunschgemäß verlief. "Aber da sind viele negative Sachen zusammenbekommen", betonte der Angreifer.

Konzentration auf Ländermatch
Vorerst will sich Linz - der einzige Stürmer im Kader, der im Team bereits getroffen hat (2 Tore gegen Polen) - auf das bevorstehende freundschaftliche Länderspiel im Wiener Happel-Stadion gegen den WM-Teilnehmer Kroatien konzentrieren. "Das wird ein schwieriges Spiel. Kroatien hat eine sehr starke Mannschaft, die defensiv gut steht."

Kuljic bleibt bei Ried
Im Gegensatz zu Linz scheint die Zukunfts-Entscheidung seines ÖFB-Teamkollegen Sanel Kuljic, der sich gemeinsam mit dem Austrianer dank 15 Saisontreffern die Liga-Schützenkrone gesichert hat, gefallen zu sein. "Ich gehe, davon aus, dass ich auch in der nächsten Saison für Ried spiele", sagte der 28-Jährige, der "ein, zwei Angebote" aus dem Ausland hat.

Als dritter echter Stürmer im Bunde ist Marc Janko der einzige, der noch keinen Länderspiel-Einsatz vorzuweisen hat. Als Meilenstein sieht er seine Teamnominierung nicht. "Das wäre erst dann der Fall, wenn ich Tore schieße."

Janko vor Team-Debüt
Auch von Lampenfieber wird der Salzburg-Spieler vor seinem Team-Debüt nicht geplagt. "Ich glaube, ich kann damit gut umgehen. Nervös bin ich nicht, aber die Stunden vor dem Spiel wird eine gewisse gesunde Anspannung vorhanden sein", erklärte der 22-jährige Niederösterreicher, der das ÖFB-U21-Team im vergangenen Oktober mit einem Doppelpack zum sensationellen 2:1-Auswärtssieg gegen England geschossen hatte und zuletzt im Frühjahr in Salzburg den Durchbruch schaffte.

Teamchef Josef Hickersberger traut Janko ebenso wie den fünf weiteren möglichen Debütanten Klaus Salmutter, Christoph Leitgeb, Johannes Ertl, Thomas Prager und Christian Fuchs zu, in den kommenden Jahren im Nationalteam eine wichtige Rolle zu spielen. "Ich habe auch Krankl, Prohaska, Schachner oder Pezzey debütieren gesehen. Die haben am Anfang auch nicht so gespielt wie nach ein paar Spielen mehr auf dem Blankett." Auf seine jungen Schützlinge hält der 58-jährige Niederösterreicher große Stücke. "Es gibt bei uns sehr große Talente, die den Sprung ins Ausland schaffen könnten."

Rapid verpflichtet U21-Teamspieler Thonhofer
Sechs Tage nach Ende der österreichischen Fußball-Meisterschaft hat der SK Rapid Wien seine erste Neuverpflichtung bekannt gegeben. Mit Christian Thonhofer wechselt ein aktueller U21-Nationalteamspieler zu den Grün-Weißen, der Ex-Admiraner erhielt einen Vertrag bis Juni 2009.

"Wir hatten Thonhofer schon längere Zeit im Visier und seine zuletzt gezeigten Leistungen stimmen mich sehr zuversichtlich, dass er für uns in Zukunft ein wichtiger Spieler sein kann", meinte Rapid-Sportdirektor Peter Schöttel über seine Neuverpflichtung, die bereits alle sportmedizinischen Tests positiv absolviert hat.

In seiner Karriere absolvierte der 20-Jährige 66 Bundesliga-Einsätze für die Admira und schoss dabei 3 Tore. Im U21-Team brachte es der Mittelfeldspieler auf neun Einsätze (ein Tor) und war auch beim 3:2-Sieg Österreichs über Deutschland am Dienstag über 90 Minuten im Einsatz.

(apa/red)