Roland Düringer von

Moto Düringer statt Moto Guzzi

Der Kabarettist hat zum Werkzeug gegriffen und sich seine eigene Maschin' gebaut

  • Bild 1 von 4 © Bild: Marcus E. Deak

    Roland Düringer

    Der Kabarettist wollt's wissen – und baute sich seine eigene Maschin'. "Skrämbla": Düringer formte aus einer Moto Guzzi V7 Classic seinen Traum auf zwei Rädern.

  • Bild 2 von 4 © Bild: Marcus E. Deak

    Motorisch hat Roland Düringer an seinem Eigenbau nichts verändert. Basis ist eine Moto Guzzi V7 Classic mit 744-ccm-V2-4-Takt-Motor mit 50 PS. 58 Nm liegen bei 3.200 U/Min an, Spitze: 185 km/h. Preis: 9.799,–.

Roland Düringer als Kabarettist („Einleben“), Düringer als goscherter Hund („Mi leckts am Oasch“), Düringer als Autor („Das Ende der Wut“), Düringer als Motorradl-Freak („Am liebsten mit an Rennleder“) – kennt man alles zur Genüge. Aber Düringer als Zangler, genauer gesagt als Motorrad-Konstrukteur, das ist neu.

Stolz lehnt Düringer an seinem Baby: ein Eisen mit grobstolligen Reifen, hohem Lenker und markantem V2-Zylinder, alles in ein bissl tristem Industrie-Blaugrau gehalten. Als Betrachter weiß man nicht so recht: Ist das ein Militär-Motorrad oder die Soft-Variante einer Geländemaschine? Welche Marke? Und vor allem stellt sich jetzt die Frage: Herr Düringer, haben Sie das Metier gewechselt?

Umbauen statt deppert schauen
„Nein, hab ich nicht“, sagt der Angesprochene und lächelt. Nicht provokant, wie er es früher so gern tat, sondern echt freundlich. Und holt zum Erklärungs-Rundschlag aus. „Als Basis diente, ganz klar, die Moto Guzzi V7 Classic, und genau so eine haben die Italiener auf einer Messe als Scrambler präsentiert. Das ist, wenn man will, der Vorläufer der Enduros. Nur war der Umbau hundsmiserabel, und so hab ich mit dem Hubert Freiler vom Importeur Faber überlegt, was man im Winter machen kann: Deppert Kataloge anschauen und Büdln wixen bringts eh ned. Bauen wir also selber eine Scrambler. Aber eine, die wirklich wild ausschaut.“

Gesagt, getan. Nach Düringers Anleitungen wurde „eine V7 Classic, eine Unfallmaschine, die rumgestanden ist“ veredelt. Also: neuer Lenker drauf, höher gestellt und sonst alles abmontiert, was nicht niet- und nagelfest ist, und durch Altteile aus dem Fundus ersetzt. Herausgekommen ist ein Unikat, Düringers „Skrämbla“, das sich besser als das Original fährt. „Sie hat nur 50 PS, aber die reichen allemal.“ Wird’s diese Scrambler in Serie geben? Düringer: „Wär doch fad, wenn’s jetzt lauter so Gleiche gäbe.“

Kommentare

Dantine melden

Also, was ein Schrauber ist, .... ... weiß jedes Kind!

Aber bitte, was ist ein "Zangler"?

Ein neuerlicher Versuch, ein neues "Modewort" zu kreieren? Wäre bei einem Elektriker ja noch einigermassen einleuchtend, aber für einen Motormechaniker?

Sorry Leute, aber das geht grundlichst daneben!

strizzi49 melden

Re: Also, was ein Schrauber ist, .... Nur weil Sie ein Wort nicht kennen, ist es noch kein "Modewort" !!!
"Zangler" ist ein altösterreichischer Begriff im Fußball für einen "technisch versierter Spieler" im Vergleich zum "Ballesterer“ für "einen guten Fußballspieler"!
Das Wort wurde nur in diesem Fall total falsch verwendet, denn es hat mit Reparieren oder Basteln überhaupt nichts zu tun! Da hat einer einmal was gehört und es dann an der falschen Stelle verwendet! Man sollte halt wissen, wovon man spricht!

günza melden

Re: Also, was ein Schrauber ist, .... also für mich war und ist das Wort Zangler für das herumbasteln an Fahrzeugen geläufig. Ich hab das früher immer verwendet, wenn ich mich mit Freunden getroffen habe um ein Auto oder Motorrad zu reparieren. Herumgezangelt also.

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Re: Also, was ein Schrauber ist, .... OK, Strizzi, da Hast recht! Im Zusammenhang mit Fußball kenn ich das Wort auch.(Trotzdem lies meinen Kommentar bitte richtig: Ich habe nicht ein Modewort festgestellt, sondern gefragt!OK?)

Für einen, der an mechanischen Geräten schraubt, ist das Wort Zangler absolut daneben und da kannst erzählen, was Du willst! Ich war und bin mein Leben lang ein Schrauber gewesen, habe aber in nicht einmal 0,5% der Zeit eine Zange in der Hand gehabt - ausser bei der Elektrik! Daher ist das Wort Zangler für einen Schrauber nicht nur total falsch, sondern so ungebräuchlich, dass ich das in meinen 66 Lebensjahren noch nie gehört, oder gelesen habe!

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Re: Also, was ein Schrauber ist, .... immerwieder schön wenn "herren" meinen eine lebende sprache "einfrieren" zu müssen.
mein vater hat das auch immer versucht und damals schon völlig zu recht den "schnorrer" und "schnorrst mir eine zigarette" angegriffen. damals hab ich es auch nicht verstanden und falsch verwendet ... aber es hat sich durchgesetzt
und der ZANGLER hat sich auch durchgesetzt ... auch wenn man beim autobasteln keine zange zur hand nehmen sollte.

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