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Roger Schmidt begeistert in Leverkusen

Ex-Salzburg-Trainer mit Leverkusen auf Erfolgswelle - Verlängerung in Aussicht

Roger Schmidt hat Erfolg. © Bild: APA/EPA/Federico Gambarini

Roger Schmidt ist in der deutschen Fußball-Bundesliga der Trainer der Stunde. Seine Arbeit bei Bayer Leverkusen begeistert Fans und auch die Führung des Werksclubs. "Er hat mehr eingelöst, als ich erwartet habe", resümierte Clubchef Michael Schade nach dem großartigen Start des aus Salzburg geholten Chefcoaches und prophezeite: "Ich denke, dass es eine Liaison für eine längere Zeit sein wird."

Spitzenreiter in der Liga, im DFB-Pokal weiter, die Qualifikation für die Champions League gemeistert: Selten ist Leverkusen so gut gestartet. "Die Momentaufnahme ist sehr gut, jetzt geht es darum, noch viel besser zu werden. Wir müssen demütig bleiben", meinte Schmidt zuletzt. Seine druckvolle Pressing-Taktik sorgt auch in Deutschland für Aufsehen. Das 3:3 gegen Werder Bremen offenbarte aber bekannte Schwächen: Das Umschalten von Powerplay nach vorne und das Absichern des eigenen Tores.

Leverkusen und Schmidt.
© APA/EPA/Jonas Guettler Schmidt und Leverkusen - das passt.

Ein Patent will Schmidt auf seine rasante, für die Profis aber auch höchst fordernde Spielphilosophie nicht anmelden. Den 47-Jährigen stört jedoch, wenn der früherer Teamspieler Christoph Metzelder ("Klopp 2.0") und andere ihn mit dem von Borussia Dortmund vergleichen. "Es gibt keine Kopien, keine Nachmacher unter den Trainer, die sich irgendetwas angucken und dann so spielen", sagte Schmidt. "Es gibt im Fußball nur Originale."

Gute Stimmung im Team

Die Bayer-Profis haben sein modernes Konzept mit schnellem Umschaltspiel und aggressiver Balleroberung erstaunlich schnell in die Praxis umgesetzt. "Seine Idee sind beeindruckend, das macht richtig Spaß", lobte Kapitän Simon Rolfes den neuen Chef, der auch mit seinem Führungsstil überzeugt. "So eine Stimmung hatten wir lange nicht mehr in der Mannschaft", meinte Schade.

Die Zuneigung beruht auf Gegenseitigkeit und bestätigt Schmidt, von Red Bull Salzburg nach Leverkusen und nicht zu Eintracht Frankfurt gewechselt zu sein. "Ich fühle mich total wohl in diesem Verein und in der Gemeinschaft der Mannschaft", betonte Schmidt. Allerdings ist er nicht nur geholt worden, um national und international mit Powerfußball für Furore zu sorgen. Er soll den "Vizekusenern" endlich einen Titel bescheren.

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