Rogan fühlt sich als Sportler-Sprachrohr: Will 1. Athleten-Sprecher Europas werden

Schwimm-Ass hat viele prominente Fürsprecher Soll auch Kommunikation mit Verband verbessern

Schwimm-Ass Markus Rogan geht an den ersten August-Tagen in Budapest nicht nur auf EM-Medaillen los, sondern strebt auch die Position eines europäischen Athleten-Sprechers an. Für diese noch gar nicht existierende Funktion haben etliche europäische Asse den 24-jährigen Wiener als Idealbesetzung auserkoren. Nun fehlt noch der Sanktus des Europäischen Verbandes LEN.

Wird dieser bei der EM erteilt, sollte die Wahl für Rogan zur Formsache werden. "Es kann sich natürlich jemand als Gegenkandidat bewerben. Nur muss er da wie ich 400 Zusagen haben." 120 dieser Schwimmer aus ganz Europa haben bereits für den Vierfach-Vize-Weltmeister unterschrieben. Diese enorme Rückendeckung erhielt der Rücken-Europarekordler auch durch die Fürsprache von Stars wie seinem zeitweisen niederländischen Trainingspartner Pieter van den Hoogenband.

Prominente Rogan-Proponenten
Beim gemeinsamen Camp mit Rogan kam dem "Oranje" die Idee, eine Vertretung der europäischen Schwimmer ins Leben zu rufen. Indes ist sogar Olympiasieger Michael Klim - obwohl als Australier fernab von Europa - ein Fürsprecher für Rogan. Dieser wiederum wird immer mehr zur Drehscheibe in der europäischen Schwimm-Szene, denn auch für das spektakuläre Schwimm-Meeting am 12./13. August am Hamburger Rothenbaum ist dem 24-Jährigen eine zentrale Rolle zugedacht.

Schon jetzt sieht sich der vierfache Vize-Weltmeister dazu in der Lage, etwa 400 über Europa verteilte Schwimmer internationaler Klasse in kürzester Zeit per E-Mail oder telefonisch zu erreichen. Rogan: "Da ist maximal eine Station zwischengeschaltet, dann wären alle verständigt."

Basisziel der Aktion ist es, die Kommunikation zu erleichtern und zu vereinfachen. "Da geht es auch zum Beispiel um etwaige neue Regeln durch den Europäischen Verband", erklärt Rogan. "Da wollen wir nicht vor den Kopf gestoßen werden. Durch einen Athleten-Sprecher kann man das gesamte Profil des Sports heben." (APA/red)