Römisch-katholische Kirche von

Kirche mit positiver Bilanz

Budget betrug 500 Mio. Euro - Rückgang bei Priestern und Gottesdienstbesuchern

Priester der katholischen Kirche Österreichs. © Bild: APA/HANS KLAUS TECHT

Erfreulich war das Jahr 2012 für die katholische Kirche nur bedingt: Priester-Aufstand, Missbrauchsskandal und Gläubigen-Rückgang trübten die Bilanz. Zumindest finanziell war das Jahr für die katholische Kirche jedoch erfolgreich: Zeitgleich mit den vorläufigen Mitgliederzahlen 2012 hat die römisch-katholische Kirche auch ihre Finanzgebarung der Diözesen für das Jahr 2011 offengelegt. Diese sei insgesamt stabil, das Budget habe knapp 500 Millionen Euro betragen, berichtete die "Kathpress". Bei den Einnahmen gab es einen "ein minimalen Rückgang" gegenüber dem Jahr davor. Auch die - leicht rückläufige - Zahl der Priester für 2011 wurde veröffentlicht.

Im Jahr 2011 betrug die Summe der Einnahmen in den katholischen Diözesen laut veröffentlichter Bilanz 495,9 Millionen Euro, 2010 waren es noch 498,6 Millionen Euro. Der Großteil davon stammt aus dem Kirchenbeitrag. 2011 waren dies 399,4 Mio. Euro (80,5 Prozent der Gesamteinnahmen), 2010 393,3 Mio. Euro (78,9 Prozent), dessen Anteil damit leicht gestiegen ist. Die staatlichen Leistungen zur Abgeltung von NS-Schäden betrugen 44,2 Mio. Euro, sonstige Einnahmen wie Mieten, Pachteinnahmen und Veranlagungen 52,3 Mio. Euro.

Die Ausgaben der Diözesen machten im Jahr 2011 490,6 Mio. Euro aus (2010: 501,5 Mio.). Den größten Anteil an den Ausgaben haben die Personalkosten für die Tausenden Beschäftigten - Laien wie Priester - im kirchlichen Dienst ausgemacht. Die Personalkosten belaufen sich insgesamt laut Statistik auf rund 300,2 Mio. Euro - was einem Anteil an den Gesamtausgaben der Kirche von 61,2 Prozent entspricht.

Weniger Katholiken und Kirchenbesucher

Die Bau- und Erhaltungskosten der Diözesen belaufen sich auf knapp 49,8 Millionen Euro - was einem Anteil von 10,1 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht. Der Sachaufwand und sonstige Ausgaben machen 140,5 Mio. Euro aus (28,6 Prozent). Über das größte Budget verfügte 2011 die Erzdiözese Wien mit einem Gesamtvolumen von rund 105 Mio. Euro (2010: 109 Millionen).

Auch die offizielle Kirchenstatistik für 2011 wurde am Dienstag von der Bischofskonferenz veröffentlicht. Die Zahl der in Österreich wirkenden Priester ist laut dieser von 4.066 im Jahr 2010 auf 4.035 im Jahr 2011 weiter zurückgegangen. Rückläufig ist auch die Zahl der sonntäglichen Gottesdienstbesucher. Wurden an den "Zählsonntagen" 2010 noch bis zu 695.000 Messbesucher gezählt, waren es 2011 nur mehr bis zu 680.000.

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