Rodel-WM: Tiroler Kindl
erobert Einzel-Bronze

Erste Einzelmedaille seit 2009 - Gold geht an Russen Pawlitschenko

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Lettland - Rodel-WM: Tiroler Kindl
erobert Einzel-Bronze

Das bisher letzte Einsitzer-Edelmetall hatte vor sechs Jahren in Lake Placid Daniel Pfister, der diesmal nur 31. wurde, ebenfalls mit Bronze geschafft. In Sigulda hatten Peter Penz/Georg Fischler am Samstag im Doppelsitzerbewerb bereits Silber geholt.

Der vor zwei Wochen in Lillehammer zu seinem ersten Weltcuperfolg geraste Kindl fuhr mit einem starken zweiten Durchgang seinen bisher größten Erfolg ein. "Ich wusste, dass ich im Finale einen drauf setzen muss, habe voll attackiert und ziemlich alles optimal getroffen. Ich bin brutal happy, aber noch ist die Weltmeisterschaft nicht vorbei", meinte Kindl im Hinblick auf den Staffelbewerb. Im Eiskanal von Sigulda hatte der ehemalige Junioren-Weltmeister vor fünf Jahren auch schon bei der EM Silber geschafft.

Sturz ebnete Weg zu Bronze

Diesmal profitierte er aber nicht nur von der drittbesten Zeit im Finale, sondern auch vom Sturz des Südtirolers Dominik Fischnaller, der nach Lauf eins noch auf Silberkurs gelegen war. Während Olympiasieger Loch sein fünftes Einzel-Gold verpasste, musste sich sein mitfavorisierter Teamkollege Andi Langenhan hinter dem Russen Alexander Peretjagin mit Rang fünf begnügen.

Die restlichen Österreicher landeten indes nur im geschlagenen Feld. David Gleirscher fiel im entscheidenden Durchgang von der neunten noch an die 22. Stelle zurück. Reinhard Egger (27.) und Pfister hatten schon im ersten Lauf ihre Chancen verspielt.

Keine Medaille in Team-Staffel

Die erhoffte dritte Medaille in der abschließenden Team-Staffel ist ausgeblieben. Nach einer Bandenberührung von Miriam Kastlunger, die als Erste für den ÖRV ins Rennen ging, musste sich das heimische Quartett mit Rang sechs begnügen. Der Rückstand war für Wolfgang Kindl und die Doppelsitzer Peter Penz/Georg Fischler bereits zu groß. Gold ging an Deutschland, das damit in drei der vier Olympiadisziplinen Gold geholt hat, vor Russland und Kanada.

"Schade, dass es in der Team-Staffel nicht geklappt hat. Wir gewinnen und verlieren zusammen, beim nächsten Mal werden die Karten neu gemischt", sagte Kindl zum Abschlussbewerb. ÖRV-Cheftrainer Rene Friedl hatte mit je einmal Silber und Bronze freilich allen Grund, im Jahr nach dem Rücktritt der Doppel-Olympiasieger Andreas und Wolfgang Linger sowie von Nina Reithmayer positiv zu bilanzieren. "Wir haben nach den zuletzt gezeigten Leistungen gewusst, dass wir um die Medaillen mitrodeln können, dass es so erfolgreich ausgeht, freut mich natürlich besonders", sagte Friedl.

Die Saison wird nun mit den Weltcup-Bewerben in Altenberg (21./22.2.) bzw. in der Woche darauf in Sotschi abgeschlossen. In Sotschi werden neben dem Weltcup-Finale auch die EM-Medaillen vergeben.

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