Roddick in Fußstapfen von Sampras und Agassi

Roddick in Fußstapfen von Sampras und Agassi

Andy Roddick ist erst 18 und schon frischgebackener Turniersieger in Atlanta. "Andy hat keine Grenzen!" meint sein Trainer Tarik Benhabiles. Der Youngster hatte bereits in Miami für Furore gesorgt, als er Sampras ausschaltete. Jetzt hat er seinen ersten ATP-Turniersieg.

Er ist der Jung-Star der Tennis-Szene und der US-Markt sieht in ihm den möglichen Nachfolger von Andre Agassi, Pete Sampras oder Michael Chang, deren Karrieren irgendwann zu Ende gehen werden. Andy Roddick, der aus Omaha stammende Jungstar verdiente sich am Sonntag in seinem zehnten ATP-Turnier - und im ersten auf Sand überhaupt - seinen ersten Siegerscheck durch einen 6:2,6:4-Erfolg über die belgische Hoffnung Xavier Malisse.

Erster Teeny seit Michael Chang
Roddick ist der erste US-Teenager seit Michael Chang am 9. Februar 1992 (San Francisco), der ein ATP-Turnier für sich entschieden hat. "Das macht den Sieg natürlich noch besser. Ich kann zurückschauen und sagen, dass ich die ganze Woche konstantes Tennis gespielt habe", so Roddick, der in der Entry-List einer von acht US-Amerikanern in den Top 100 ist und sich nun an die 69. Stelle verbessert hat. Im Jahr 2001 war er bisher 32.-Bester wie seine Race-Position beweist.

Trainiert mit Agassi und bezwingt Sampras
Für Aufsehen hat der 1,85-m-Mann, der Golf und Basketball als Hobbys bezeichnet, heuer auch schon in Miami gesorgt: Nach einem Erfolg über Marcelo Rios besiegte er auch Pete Sampras in zwei Sätzen und scheiterte erst im Viertelfinale. "Wenn er so wie heute weiter spielt, dann sieht die Zukunft des US-Tennis sehr gut aus. Er hat einen großartigen Aufschlag", zollte ihm Sampras damals Respekt. Auch Agassi, der viel mit Roddick trainiert hat, glaubt an ihn.

In zwei Jahren soweit
"Er hat ein wirklich gutes Spiel. Er hat eine großartige Präsenz auf dem Platz", so Agassi. "Ich kann nur sagen, Andy hat keine Grenzen. Ich glaube, in zwei Jahren wird er so weit sein, und große Dinge auf der Tour vollbringen", ergänzt sein Trainer Tarik Benhabiles und irrte sich. Denn Roddick hat bereits heuer damit begonnen.

Ferrero auf Musters Spuren
Ein "heißer" Spieler ist derzeit auch Juan Carlos Ferrero. Nach Dubai und Estoril gewann er am Sonntag nach einem mitreißenden Fünfsatz-Marathon in 4:09 Stunden über seinen spanischen Landsmann Carlos Moya auch den Titel in Barcelona. Der 21-jährige Ferrero, der der erste Spieler seit Thomas Muster (1996) mit Siegen in Estoril und Barcelona im gleichen Jahr ist, war öfters in diesem Turnier in Rückstand. In der ersten Runde gegen Adrian Voinea hatte er sogar zwei Matchbälle abwehren müssen. Er scheint jedenfalls einer der Sieganwärter für die French Open zu sein.