RobotChallenge 2012 von

"Air Race" mal anders

Wettbewerb in Wien lässt Roboter mit neuer Disziplin heuer erstmals abheben

RobotChallenge 2012 - "Air Race" mal anders © Bild: INNOC

Total abgehobene Roboter in Wien: Neben Sumo-Kämpfen, Puck-Einsammeln und Freestyle-Schaulaufen wartet die diesjährige "RobotChallenge" erstmals mit einem "Air Race" auf. Dabei müssen fliegende Roboter zielgenau Achterkreise fliegen. Bei der neunten Ausgabe von Europas größtem derartigen Wettbewerb treten bis 11. März in der Aula der Wissenschaften 453 Teilnehmer aus 24 Ländern mit 253 selbst gebauten, autonomen Robotern gegeneinander an.

Das "Air Race" wird in zwei Disziplinen ausgetragen. Einerseits müssen autonome Roboter sowohl Höhenregulierung als auch Navigation eigenständig bewältigen, und andererseits steuern semiautonome Roboter ausschließlich die Höhenregulierung eigenständig und lenken darf ein Mensch.

Die fliegenden Roboter müssen Achter um zwei Poller fliegen, die einige Meter voneinander aufgestellt sind, und dabei mit schneller und zielgenauer Navigation im dreidimensionalen Raum überzeugen. "Von der Steuerung ist das viel komplexer und instabiler als am Boden. Die Roboter müssen autonom Achterkreise fliegen und Linien am Boden erkennen", erklärte Karim Jafarmadar von der Österreichischen Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (INNOC) die Herausforderung.

"Klassische" Disziplinen bleiben erhalten
In den weiteren, insgesamt 14 Disziplinen versuchen Roboter unter anderem, sich wie beim japanischen Traditionssport Sumo gegenseitig aus einem Kreis zu drängen, beim "Puck Collect" möglichst rasch farbige Scheiben aufzusammeln oder beim "Line Follower" so schnell wie möglich einer schwarzen Linie zu folgen, während beim "Humanoid Sprint" Roboter in Menschengestalt um die Wette laufen.

Seit der ersten Austragung der "RobotChallenge" 2004 mit nur sieben, noch sehr klobigen Robotern hat sich viel getan. "Eigentlich hat damals nichts funktioniert", blickte Organisator Roland Stelzer von der INNOC auf die Anfänge zurück. Mittlerweile sei vor allem ein starker Trend zur Miniaturisierung erkennbar. So treten in der "Nano Sumo"-Klasse Mini-Roboter mit einer Kantenlänge von nur 2,5 Zentimetern an.

Österreich hat etwas zu verteidigen
Im Medaillenspiegel des Vorjahrs belegte Österreich mit zweimal Gold und dreimal Bronze hinter Polen und der Slowakei den dritten Platz. Den Titel gilt es in den Kategorien "Freestyle" und "Mini Sumo Deathmatch" zu verteidigen. Die RobotChallenge wird von der INNOC in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsministerium veranstaltet.