Robert Edwards erhielt Medizin-Nobelpreis: Brite schuf Basis für künsltiche Befruchtung

4. Oktober: Auszeichnung für "Retortenbaby" Preis ist zehn Millionen schwedische Kronen wert

Robert Edwards erhielt Medizin-Nobelpreis: Brite schuf Basis für künsltiche Befruchtung © Bild: AP/Dunham

Der Nobelpreis 2010 für Physiologie und Medizin ging am 4. Oktober an den britischen Wissenschafter Robert G. Edwards (geb. 1925) für seine Forschungsarbeiten, welche am 25. Juli 1978 zur Geburt des ersten "Retortenbabys" der Welt führte. Dies gab das Karolinska-Institut in Stockholm bekannt.

"Seine Errungenschaften machten es möglich, Infertilität zu behandeln. Das ist eine Situation, die einen wesentlichen Anteil der Menschheit betrifft - inklusive etwa zehn Prozent von Partnerschaften weltweit", hieß es in der Begründung.

Die Auszeichnungen ist mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 1,058 Mio. Euro) dotiert. Im vergangenen Jahr ging der Medizin-Nobelpreis an die drei in den USA tätigen Wissenschafter Elizabeth H. Blackburn, Caro W. Greider und Jack W. Szostak für Erkenntnisse, "wie Chromosomen durch Telomere (Endkappen der Chromosomen) und das Enzym Telomerase (baut Telomere auf.) geschützt werden. Diese Mechanismen sind für die Zellalterung und die Krebsentstehung wichtig.

(apa/red)