Ringstraßenpalais Hansen wird verkauft:
Nutzung des Theophil Hansen-Bau unklar

Noch bis 17. 9. könnenAngebote abgegeben werden Mindestgesbot für Monumentalbau bei 26 Mio. Euro

Ringstraßenpalais Hansen wird verkauft:
Nutzung des Theophil Hansen-Bau unklar

Das beeindruckende Ringstraßenpalais Hansen steht zum Verkauf. Das Gebäude mit rund 22.000 Quadratmetern Bruttogeschoßfläche wird von der Wien-Holding an Interessenten veräußert, die noch bis zum 17. September ihre Angebote einreichen können. Das Mindestgebot für den Monumentalbau im Stil der Neorenaissance liegt bei 26 Mio. Euro. Bis Ende des Jahres will sich die gemeindeeigene Wien-Holding für einen Bieter entscheiden.

Der Krankenanstaltenverbund als bisheriger Mieter hat den Komplex bereits vor Wochen in Richtung des neuen Quartiers TownTown in Erdberg verlassen. Derzeit finden sich noch einige Einrichtungen des Gesundheitsamtes im Palais, die aber bis Jahresende ausziehen.

Luxushotel ist nicht fix
Derzeit stehe noch keineswegs fest, dass die Anlage mit ihren drei Innenhöfen dann - wie bereits kolportiert - in ein Luxushotel umgewandelt wird, unterstrich die mit der Verwertung beauftragte Tanja Hanzl gegenüber der APA: "Alles ist komplett offen." Man werde sehen, welche Konzepte die Bieter einreichten.

Viele verschiedene Funktionen
Ob Luxushotel, Amtsgebäude oder Wohnhaus - der Monumentalbau hat in seiner Geschichte bereits jede Funktion erfüllt. Zwischen 1869 und 1873 für die Allgemeine Österreichische Baugesellschaft erbaut, diente es während der Weltausstellung 1873 bereits als Großhotel. Im Anschluss wurde es zum Wohnhaus umgebaut und 1941 schließlich zum Amtsgebäude.

Ringstraßenstar
Der Architekt des Palais war dabei niemand Geringerer als der dänische Ringstraßenstar Theophil Hansen. Dieser hatte zuvor bereits das Heeresgeschichtliche Museum und den Musikverein errichtet und sollte später für die Akademie der Bildenden Künste, die Börse und das Reichsratsgebäude (das heutige Parlament) verantwortlich zeichnen. (apa/red)