Riesige Preislawine rollt auf Autofahrer zu: Spritpreis nähert sich gerade Jahreshoch

Im Sommer kommt die Erhöhung der Mineralölsteuer ARBÖ: Autofahrer werden belastet, Frächter entlastet

Riesige Preislawine rollt auf Autofahrer zu: Spritpreis nähert sich gerade Jahreshoch

Schlechte Nachrichten für Österreichs Autofahrer: Der heimische Benzinpreis nähert sich derzeit dem Jahreshoch und im Sommer droht gleich eine ganze Preislawine. So läuft der Partikelfilter-Bonus aus, die Mineralölsteuer steigt und eine Erhöhung der Haftpflichtversicherung steht im Raum.

Momentan liegt der Preis für Superbenzin bei 1,115 Euro, der heurige Höchstwert wurde am 18. Mai mit 1,118 Euro erreicht. Historischer Höchststand war am 10. August des Vorjahres, wo für den Liter stolze 1,202 Euro kassiert wurden.

Teurer Diesel
Aber auch für Dieselfahrer gibt es nichts zu lachen. Zwar liegt der Preis derzeit mit 0,991 doch noch einigermaßen deutlich vor dem Höchstwert im August 2006 mit 1,081 Euro, aber durch die erhebliche Steigerung der Mineralölsteuer (MöST) für Diesel werde dann der Preis "ganz nah beim Allzeit-Hoch liegen", so ARBÖ-Sprecherin Lydia Ninz zur APA. Demnach verteuere die höhere MöST die Steuer bei Diesel um 17 und bei Benzin um 7 Prozent. Dass mit der MöST-Erhöhung der Tanktoursimus eingedämmt werde, wie das Landwirtschafts- und Umweltminister Josef Pröll (V) in der Vergangenheit angekündigt hatte, hält Ninz für einen frommen Wunsch, der nicht eintreten werde.

Erleichterungen für Frächter
Und während die Autofahrer belastet werden, kämen auf die Frächter sogar Erleichterungen zu, kritisierte sie. Demnach bringe die Mauterhöhung um durchschnittlich 4,20 Cent je Kilometer Mehreinnahmen für den Staat von 115 Mio. Euro - davon kämen 52 Mio. Euro von inländischen Frächtern. Gleichzeitig werden die inländischen Lkw-Betrieber durch eine Halbierung der Kfz-Steuer entlastet - konkret um 75 Mio. Euro. Bleibt unterm Strich ein Plus für den heimischen Lkw-Besitzer, rechnete Ninz mit Verweis auf Zahlen der Autobahnfinanzierungsgesellschaft Asfinag vor. Fährt ein Frächter gar nicht auf der Autobahn, profitiert er voll von der Kfz-Steuersenkung. (APA/red)