Rieder Heimfestung hält auch gegen Rapid:
Nach 1:1 jetzt schon 20 Spiele ungeschlagen

Hofmann sorgt für die Führung - Salihi gleicht aus Beide Teams drängten im Finish auf die Entscheidung

Rieder Heimfestung hält auch gegen Rapid:
Nach 1:1 jetzt schon 20 Spiele ungeschlagen © Bild: APA/Rubra

Österreichs Fußball-Rekordmeister Rapid Wien hat sich in der vierten Bundesliga-Runde auswärts bei der SV Ried mit einem 1:1-Remis zufriedengeben müssen. Steffen Hofmann (52.) hatte die Hütteldorfer in der mit 7.600 Zuschauern ausverkauften Keine-Sorgen-Arena zwar programmgemäß in Front gebracht, Hamdi Salihi (59.) gelang aber rasch der letztlich leistungsgerechte Ausgleich.

Damit geht die imposante Heimserie der SV Ried weiter, die Oberösterreicher sind nun schon seit 20 Heimspielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage im eigenen Stadion kassierten Herwig Drechsel und Co. am 26. April 2008 gegen Rapid. Die Rapidler konnten damit im Gegensatz zum Vorjahr (zwei Niederlagen plus Aus im Cup) zumindest einen Punkt aus dem Innviertel mit nach Hause nehmen. Das 1:1 war das erste Remis in der gesamten Bundesliga-Saison (19 Spiele) überhaupt.

In einer von beiden Seiten offensiv geführten Partie gab es schon vor der Pause zahlreiche Einschussmöglichkeiten. Rapid-Goalie Helge Payer musste sich an seinem 30. Geburtstag schon nach vier Minuten bei einem Hackmair-Schuss auszeichnen, dazu parierte der ÖFB-Teamtormann auch Versuche von Brenner (14.) und Drechsel (23.). Zudem setzte der aufgerückte Burgstaller (30.) einen Kopfball knapp neben das Tor.

Jelavic am gefährlichsten
Aufseiten der Wiener, bei denen vier Tage nach dem erfolgreichen, aber anstrengenden Europacup-Auftritt bei APOP Kinyras Peyias (2:2 in der Verlängerung nach 120 Minuten) nichts von einer Müdigkeit zu sehen war, hatte Nikica Jelavic, der wie schon auf Zypern mit Mario Konrad ein Sturmduo bildete, die besten Momente. Der Kroate schoss knapp daneben (22.), nach Vorarbeit seines Sturmkollegen vom 16er an die Stange (27.) und drüber (28.). Außerdem fand Hofmann (25.) mit einem Freistoß seinen Meister in Ried-Tormann Gebauer.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am flotten Spielverlauf und die Zuschauer bekamen auch endlich Tore zu sehen. Neo-ÖFB-Teamspieler Trimmel setzte sich auf der linken Seite durch und bediente Hofmann ideal, der aus elf Metern unhaltbar für Gebauer genau ins Eck traf (52.). Die Freude der Wiener wehrte aber nur kurz. Nach einer Hadzic-Einzelaktion und einem missglückten Abschlag von Rapid-Verteidiger Patocka, der gegenüber Jovanovic den Vorzug erhalten hatte, ließ der albanische Teamstürmer Hamdi Salihi Payer im 1:1-Duell keine Chance (59.).

Keine Lust auf Remis
In der Schlussphase drängten beide Mannschaften auf die Entscheidung, Gebauer entschärfte einen Jelavic-Schuss (67.) und der eingewechselte Drazan machte sich gleich zweimal (71., 75.) bemerkbar. Für die Rieder hatte Salihi (69.) mit einem Kopfball das 2:1 vor Augen, scheiterte aber an Payer, genauso wie Glasner nach einem Lexa-Heber (79.).

SV Josko Ried - SK Rapid Wien 1:1 (0:0)
Keine-Sorgen-Arena, 7.600 (ausverkauft), SR Einwaller

Torfolge:
0:1 (52.) Hofmann
1:1 (59.) Salihi

Ried: Gebauer - Stocklasa, Glasner, Burgstaller - Brenner (71. Grasegger), Hackmair, Hadzic - Lexa, Drechsel (89. Ziegl), Mader (56. Nacho) - Salihi

Rapid: Payer - Thonhofer, Eder, Patocka, Katzer - Trimmel, Heikkinen, Pehlivan, Hofmann - Jelavic (76. Maierhofer), Konrad (65. Drazan)

Gelbe Karten: Stocklasa, Salihi bzw. Konrad, Eder, Heikkinen, Thonhofer

(apa/red)