Richtig schlafen ist ganz individuell, aber:
Vor 3.00 und länger als vier Stunden optimal

Falsch: "Acht Stunden Schlaf braucht der Mensch" Mittagsschlaf ist 'entwicklungsgeschichtlich vorgesehen'

Richtig schlafen ist ganz individuell, aber:
Vor 3.00 und länger als vier Stunden optimal

Müdigkeit, Erschöpfung, gedrückte Stimmung, schlechte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit: Menschen, die dauerhaft unter Schlafstörungen leiden, haben kaum noch Lebensqualität und ziehen sich immer mehr zurück, sagte die Kärntner Schlaftrainerin Marianne Anderer und gibt Tipps zum richtigen Schlafen.

Von falschen Vorstellungen wie "Acht Stunden Schlaf braucht der Mensch" oder "Den Schlaf vor Mitternacht kann man nicht ersetzen" sollte man sich schleunigst verabschieden. Die optimale Nachtruhe dauert für jeden unterschiedlich lange, erklärte "Third Age Coach" Anderer. Man sollte jedoch nicht weniger als vier und über zehn Stunden im Bett bleiben, rät sie.

Grundlegende Tipps
Das Schlafzimmer sollte "jedenfalls vor 3.00 Uhr früh" aufgesucht werden. Zu diesem Zeitpunkt erreicht der Körper eine Art "Tiefpunkt" mit der niedrigsten Körpertemperatur, erklärte die Schlaftrainerin. Zudem werden Stresshormone ausgeschüttet, die auf das Aufwachen vorbereiten sollen. Ein erholsamer Tiefschlaf sei daher ab 3.00 Uhr nicht mehr möglich. Im Schlafzimmer müsse auch das "Rundherum" stimmen: Die Raumtemperatur sollte weder zu hoch, noch zu niedrig sein, sagte Anderer. Empfehlenswert seien auch Latexmatratzen, die sich der Körperform anpassen. Zudem müsse das Bettzeug atmungsaktiv sein.

Nickerchen zu Mittag
Ein Mittagsschlaf sei "entwicklungsgeschichtlich vorgesehen", sagte die Trainerin. Zwischen 13.00 und 14.00 Uhr tue sich ein Schlaffenster auf: Um einen Leistungsschub zu erreichen, könne man in diesem Zeitraum für zehn bis 20 Minuten die Augen schließen. Nicht länger, ansonsten falle man vom mittel-tiefen Schlaf in den Tiefschlaf - und dieser gehe dann in der Nacht ab, so Anderer. Für ein solches Nickerchen müsse man sich jedenfalls zurückziehen können. "In unserer Kultur gilt aber als faul, wer schläft", meinte die Trainerin. Als Hauptauslöser von Schlafstörungen gilt allerdings Stress.