Rezessionsangst bringt Börse in Tokio zum Absacken: Teils über 7 Prozent nachgegeben

Handelsüberschuss in Japan bricht ein - Minus 94,1 % Analysten hatten mit 62,7 Prozent Minus gerechnet

Rezessionsangst bringt Börse in Tokio zum Absacken: Teils über 7 Prozent nachgegeben

Nach den Kurseinbrüchen in den USA haben auch die asiatischen Aktienbörsen weitere Verluste erlitten. In Tokio fiel der Nikkei-Index zeitweise auf den tiefsten Stand seit fast fünfeinhalb Jahren. Sorgen vor einer Rezession lasteten ebenso auf dem Markt wie der starke Yen, der Aktien exportorientierter Unternehmen in die Tiefe zog.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging mit einem Minus von 2,5 Prozent auf 8.460 Zähler aus dem Handel, nachdem er im frühen Geschäft bis auf 8.016 Stellen abgesackt war. Ein Medienbericht, demzufolge die US-Regierung milliardenschwere Maßnahmen erwägt, um Zwangsversteigerungen von Immobilien zu verhindern, begrenzte die Verluste in den letzten Handelsminuten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor bis Handelsschluss knapp zwei Prozent auf 871 Punkte. Auch die Börsen in Taiwan, Singapur, Shanghai und Hongkong tendierten im Minus - der südkoreanische Leitindex verlor gar über 7,5 Prozent.

New York: Tiefster Stand seit fünf Jahren
In New York waren die Kurse bereits auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren gefallen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 5,7 Prozent auf 8.519 Punkte, der breiter gefasste SP-500-Index 6,1 Prozent auf 896 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 4,8 Prozent auf 1.615 Punkte nach.

Der Euro notierte zum Dollar wenig verändert bei 1,2830 Dollar, nach 1,2852 Dollar im späten US-Handel. Zum Yen notierte die Gemeinschaftswährung zu Handelsschluss in Tokio bei 125,21 Yen, nach 125,42 in den USA. Ein Dollar kostete 97,69 Yen, nach 97,860 Yen zu Börsenschluss an der Wall Street.

(apa/red)