Rezession in der EU hat sich verschärft:
Wirtschaftsleistung um 1,5 % geschrumpft

BIP im Gesamtjahr 2008 aber um 0,7 % gestiegen Europa kam bereits im 3. Quartal in der Rezession an

Die Wirtschaftsleistung der Eurozone und der gesamten EU ist im vierten Quartal des vergangenen Jahres im Vergleich zum Vorquartal um 1,5 Prozent eingebrochen. Dies geht aus einer Schätzung des EU-Statistikamtes Eurostat hervor. Damit setzt sich die seit Herbst bestehende Rezession in beiden Gebieten fort.

Für das gesamte Jahr 2008 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone um 0,7 Prozent, in der EU um 0,9 Prozent, teilte Eurostat mit. Im Vergleich zum vierten Quartal 2007 ging das saisonbereinigte BIP in der Eurozone um 1,2 Prozent und in der gesamten EU um 1,1 Prozent zurück, nach einem Wachstum von 0,6 bzw. 0,8 Prozent im Jahresvergleich des dritten Quartals.

Damit fällt der Wirtschaftseinbruch in Europa stärker aus als in den USA. Im Verlauf des vierten Quartals 2008 nahm laut Eurostat das BIP der Vereinigten Staaten um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal ab. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank das BIP um 0,2 Prozent in den USA.

EU kam im dritten Quartal in der Rezession an
Die Wirtschaft in der EU und in der Eurozone war im dritten Quartal 2008 um 0,2 Prozent geschrumpft und damit in eine Rezession eingetreten.

Die von Eurostat vorgelegte Schnellschätzung enthält keine Angaben über die Lage in den einzelnen EU-Staaten. Für Österreich hatte das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) am Freitag in Wien Zahlen vorgelegt. Demnach gab es im Schlussquartal des vergangenen Jahres erstmals seit Mitte 2001 mit einem Minus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal wieder eine Schrumpfung der heimischen Wirtschaftsleistung. Die österreichischen Werte fielen weitaus besser aus etwa für Deutschland, wo die Wirtschaft im vierten Quartal 2008 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 2,1 Prozent schrumpfte.
(apa/red)