Revolution in Italiens Fußball-Stadien:
10.000 Ordner sorgen nun für Sicherheit

Sogenannte Stewards statt Polizei jetzt im Einsatz Beschluss eine Folge der Krawalle im Februar 2007

In den italienischen Fußball-Stadien beginnt eine neue Ära. Von nun an werden anstelle der Polizei sogenannte Stewards für Sicherheit in den Stadien sorgen. Über 10.000 Ordner, einer für 250 Zuschauer werden, laut einem zwischen dem italienischen Innenministerium und dem Fußballverband (FIGC) geschlossenen Abkommen eingesetzt. Zwischen 30 und 160 Euro werden die Ordner für ihre rund sechsstündigen Einsätze bei jedem Match verdienen.

Italiens Olympisches Komitee (CONI) ist für die Ausbildung jener Personen zuständig, die von den Clubs als Sicherheitsbeauftragte ausgewählt werden. 80 Kurse von 20 Stunden für die strikt unbewaffneten Stewards wurden in den vergangenen Monaten organisiert. Der Fußballverband hat einen nationalen Verantwortlichen für die Stewards ernannt. Die Polizei wird sich künftig ausschließlich um die Sicherheit außerhalb der Stadien kümmern. Die Stewards können der Polizei illegales Verhalten der Tifosi im Stadion anzeigen.

Der Beschluss, Stewards für mehr Sicherheit in den Stadien einzusetzen, war vom Parlament nach den schweren Krawallen am Rande des sizilianischen Derbys Catania-Palermo im Februar 2007 ergriffen worden, bei denen ein Polizist ums Leben gekommen war. Nach den Ausschreitungen hatte das Parlament ein strenges Paket zur Bekämpfung der Gewalt in den Stadien verabschiedet. (apa/red)

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