Republikaner McCain erhält Unterstützung:
Schwazenegger macht sich für ihn stark

Republikaner-Duell gewinnt zusehends an Schärfe McCain kristallisiert sich als Favorit vor Romney heraus

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger stellt sich offiziell hinter den republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain. Er unterstütze den Senator aus Arizona, erklärten Schwarzenegger nahestehende Gewährsleute.

Die beiden wollten nach dem Besuch eines Solar-Unternehmens zusammen auf einer Pressekonferenz in Los Angeles zu Journalisten sprechen, hieß es. In einem Interview mit dem Fernsehsender hatte Schwarzenegger kurz zuvor noch bestritten, sich für einen Kandidaten stark machen zu wollen.

McCain vor Mitt Romney
"Gouverneur Schwarzenegger ist ein außerordentlicher Gouverneur und wir fühlen uns geehrt, dass er sich entschieden hat, Senator McCain zu unterstützen", sagte Steve Schmidt, ein hochrangiger Berater McCains nach Bekanntwerden von Schwarzeneggers Absicht.

McCain kristallisiert sich damit vor Mitt Romney zunehmend als Favorit unter den republikanischen Kandidaten heraus. Zuvor war der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur ausgeschieden und hatte sich für McCain ausgesprochen. Am sogenannten Super-Dienstag mit US-Präsidentschaftsvorwahlen in mehr als 20 Staaten, wird auch in Kalifornien über die Kandidaten der jeweiligen Parteien abgestimmt.

Debatten immer schärfer
Unterdessen gewinnt das Duell zwischen den republikanischen Favoriten an Schärfe. Romney warf seinem Konkurrenten bei einer Debatte der republikanischen Bewerber in Simi Valley (Kalifornien) vor, sich mit seinen Positionen von der Partei entfernt zu haben. "Diese (McCains) Ansichten bewegen sich außerhalb der republikanischen Gedankenwelt", sagte der frühere Gouverneur von Massachusetts. "Ich bin stolz auf meine konservativen Leistungen", verteidigte sich der 71 Jahre alte Senator aus Arizona.

In der Debatte sprach sich McCain für verstärkte Anstrengungen gegen den Klimawandel aus und lobte die Umweltpolitik Schwarzeneggers. Romney dagegen sagte, Amerika dürfe keine einseitigen Maßnahmen zum Umweltschutz setzen, weil dies den Bürgern enorme Steuerlasten aufbürden würde. Vorher müssten auch China und Indien Schritte unternehmen.

Schwere Vorwürfe
Beim Thema Irak entspann sich ein hitziges Wortgefecht zwischen McCain and Romney. Letzterer unterstellte McCain "schmutzige Tricks", weil er ihm vor den Vorwahlen in Florida vorgeworfen habe, für ein Datum für einen Truppenrückzug einzutreten. Romney versicherte, dass er nicht für einen Zeitplan für einen Rückzug sei.

Romney hielt in der Debatte McCain zudem vor, unter anderem bei den Themen Einwanderung und Umweltschutz zu sehr in Richtung der Demokraten gedriftet zu sein. Der Senator aus Arizona hielt entgegen, er sei für Kompromisse über die Parteigrenzen hinweg. McCain warf Romney außerdem vor, als Gouverneur allzu freizügig mit Staatsgeldern umgegangen zu sein und Haushaltsdisziplin zu vernachlässigen. (apa/red)