Rennen um Kubica-Cockpit voll entbrannt: Auch Klien bei Lotus-Renault im Gespräch

Heidfeld, Liuzzi und Ersatzfahrer weitere Kandidaten Österreicher bei HRT ebenfalls weiter heißes Thema

Rennen um Kubica-Cockpit voll entbrannt: Auch Klien bei Lotus-Renault im Gespräch © Bild: GEPA

Die Formel-1-Testfahrten gehen in Jerez in die nächste Runde. Eine der neuen Fragen ist, wer den bei seinem Rallye-Ausflug verunglückten Robert Kubica im Lotus-Renault ersetzen wird. Offenbar vertraut man den Ersatzfahrern zu wenig, deshalb sind auch der Deutsche Nick Heidfeld, der bei Force India ausgemusterte Tonio Liuzzi sowie der Österreicher Christian Klien ein Thema.

Das bestätigte auch Kliens Manager Roman Rummenigge. "Bis jetzt war HRT das Team mit dem einzigen freien Cockpit. Aber nach dem Kubica-Drama muss ich natürlich meiner Pflicht als Manager nachgehen und auch Renault als Option in Betracht ziehen", bestätigte der Manager, dass er ab sofort nicht nur mit Hispania (präsentierte am Dienstag den neuen F111 im Internet), sondern nun auch mit Lotus-Renault-Teamchef Eric Boullier bezüglich eines Cockpit-Platzes für den Österreicher in Kontakt steht.

Klien ist ein Jugendfreund von Kubica und war nach dem BMW-Ausstieg schon im Vorjahr lange als möglicher zweiter Renault-Pilot im Gespräch gewesen. Erst im letzten Moment war er damals durch eine Finanzgarantie des Russen Witali Petrow ausgebremst worden.

Starke Konkurrenz
Ob der Vorarlberger diesmal bessere Karten besitzt, ist fraglich. Denn mit dem ehemaligen Sauber-Piloten Heidfeld und seinem ehemaligen Red-Bull-Teamkollegen Liuzzi hat er zumindest zwei Piloten als Konkurrenten. Heidfeld war außerdem offizieller Testfahrer der neuen Pirelli-Reifen. Mit Bruno Senna und Romain Grosjean verfügt Lotus-Renault zudem auch noch über zwei Ersatzfahrer. Einer der beiden sollte diese Woche auch die aktuellen Testfahrten bestreiten.

Bei Renault ließ man vorerst ausrichten, dass es noch zu früh für eine Entscheidung über den zweiten Cockpit-Platz sei. Womöglich will man dort auch noch die Genesungsfortschritte Kubicas abwarten, ehe man eine Entscheidung trifft.

Zumindest bezüglich HRT tickt die Uhr derzeit eher für Klien. Je länger sich dort kein zahlungskräftiger zweiter Fahrer einstellt, desto größer werden die Chancen, dass der Vorarlberger auch 2011 wieder für die Nachzügler aus Spanien antritt.

(apa/red)