Rennen um Kärnten: Bei der NR-Wahl lag das BZÖ noch meilenweit vor der SPÖ

Nach dem Tod Haiders will die SPÖ punkten BZÖ-Spitzenkandidat Dörler will "Vierer vorne"

Rennen um Kärnten: Bei der NR-Wahl lag das BZÖ noch meilenweit vor der SPÖ © Bild: . APA/Gindl

Die SPÖ hofft, bei der Kärntner Landtagswahl am 1. März das BZÖ vom ersten Platz verdrängen zu können. Bei der Nationalratswahl 2008 - wo freilich das BZÖ noch mit Jörg Haider als Spitzenkandidaten antrat - war das bei weitem nicht der Fall: Am 1. Oktober des Vorjahres lagen die Orangen um mehr als zehn Prozentpunkte vor den Roten.

Den vom jetzigen Spitzenkandidaten Gerhard Dörfler für die Landtagswahl gewünschten "Vierer vorne" hat das BZÖ bei der Nationalratswahl aber nicht geschafft: Da kam es in Kärnten auf 38,52 Prozent. Für die damals noch geeinte FPÖ unter Jörg Haider war Dörflers Ziel bei der Landtagswahl 2004 kein Problem: Mit 42,43 Prozent verteidigte Haider bei der letzten Wahl souverän den ersten Platz.

Interessant wird am 1. März, wie sich die Stimmen des dritten Lagers auf die jetzt gespaltene Partei in Kärnten verteilen - zumal dieses das einzige Bundesland ist, in dem das BZÖ eine Rolle spielt. Bei der Nationalratswahl entfielen fast 84 Prozent auf das BZÖ und 16 Prozent auf die FPÖ.

Die ÖVP erlebte bei der NR-Wahl auch in Kärnten einen Einbruch, blieb mit 14,57 Prozent aber immerhin noch über dem Negativ-Rekord, den sie 2004 bei der Landtagswahl einfuhr (11,64 Prozent). Die Grünen lagen bei NR-Wahl 2008 etwas besser als bei der Landtagswahl 2004.

(apa/red)